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LuisaViaRoma vor Liquidation: Traditionshändler kämpft ums Überleben

Models mit LuisaViaRoma Shopping Bags
Foto: LuisaViaRoma

Key takeaways

LuisaViaRoma steht vor der Liquidation: Ein Gericht genehmigt ein vereinfachtes Verfahren, während Gewerkschaften Alarm schlagen. Kurzarbeit und Stellenabbau drohen. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an einem Sanierungsplan und sucht Investoren, um die Marke zu retten und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der italienische Luxusmodehändler LuisaViaRoma, der Mitte 2025 einen Insolvenzschutz beantragt hatte, steht vor einem tiefgreifenden Einschnitt: Ein Gericht in Florenz hat dem Antrag auf ein vereinfachtes Vergleichsverfahren zur Liquidation zugestimmt. Damit verschärft sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens deutlich.

Gericht stimmt Liquidationsverfahren zu

Mit der Entscheidung des zuständigen Gerichts erhält LuisaViaRoma die Möglichkeit, ein vereinfachtes Verfahren zur Abwicklung einzuleiten. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben an einem Sanierungsplan, der beim nächsten Treffen mit Behörden und Stakeholdern vorgestellt werden soll.

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Kurzarbeit und mögliche Schließung im Raum

CEO Tommaso Andorlini kündigte laut der italienischen La Nazione im Rahmen einer Krisensitzung an, dass Kurzarbeit aufgrund einer möglichen Betriebsschließung beantragt werden könnte. Ziel sei es, die Marke zu erhalten und die Geschäftstätigkeit perspektivisch in angepasster Form fortzuführen.

Gewerkschaften üben scharfe Kritik

Die Gewerkschaft FILCAMS kritisiert das Vorgehen des Unternehmens deutlich. Es gebe bislang keine verbindlichen Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Zudem befürchten Arbeitnehmervertreter, dass ein Neustart mit deutlich reduzierter Belegschaft erfolgen könnte. Bereits Ende März hatten Beschäftigte mit einem Streik auf die Situation aufmerksam gemacht.

Bedeutung für Region und Zulieferer

Die wirtschaftliche Bedeutung von LuisaViaRoma für die Region Florenz ist erheblich. Neben den direkt Beschäftigten sind auch zahlreiche Zulieferbetriebe betroffen. Vertreter der Regionalregierung betonten die hohe Qualifikation der Belegschaft und unterstrichen die Bedeutung des Unternehmens als Teil der lokalen Wirtschaftsgeschichte.

Suche nach Investoren und Lösungen

Bis Mitte April sollen konkrete Fortschritte erzielt werden. Bei einem geplanten Treffen werden neben Behörden auch potenzielle Investoren erwartet. Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl den Fortbestand der Marke als auch möglichst viele Arbeitsplätze sichert.

Zukunft weiterhin offen

Ob es LuisaViaRoma gelingt, sich neu aufzustellen, bleibt ungewiss. Klar ist jedoch, dass die kommenden Wochen entscheidend für die Zukunft des traditionsreichen Modehändlers sein werden – sowohl für das Unternehmen selbst als auch für die Beschäftigten und die Region.

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