Schnell-Lieferdienste für Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung. Nach aktuellen YouGov-Daten nutzen 37 Prozent der Verbraucher entsprechende Angebote zumindest gelegentlich. Damit bleibt Quick Commerce zwar hinter klassischen Essenslieferdiensten zurück, entwickelt sich aber zunehmend vom Nischenangebot zum festen Bestandteil des digitalen Einkaufs.
Besonders verbreitet ist die Nutzung bei jüngeren Verbrauchern. Gleichzeitig steigt auch die Bekanntheit einzelner Anbieter deutlich, während sich das Wettbewerbsfeld zwischen spezialisierten Lieferdiensten und großen Plattformen weiter verdichtet.
Junge Verbraucher treiben die Nutzung
Unter den 18- bis 24-Jährigen nutzen 60 Prozent Schnell-Lieferdienste für Lebensmittel oder andere Alltagsprodukte. 23 Prozent dieser Altersgruppe bestellen mindestens einmal pro Woche, darunter drei Prozent sogar täglich.
Auch bei den 25- bis 34-Jährigen ist die Nutzung mit 55 Prozent hoch. In der Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren greifen noch 46 Prozent zumindest gelegentlich auf entsprechende Angebote zurück.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
37 Prozent nutzen Quick Commerce bereits
Über alle Altersgruppen hinweg bestellen 22 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Monat Lebensmittel oder Supermarktartikel über Schnell-Lieferdienste. Weitere 16 Prozent nutzen solche Services seltener als monatlich.
Die Bekanntheit ist inzwischen ebenfalls hoch. Lediglich 16 Prozent der deutschen Verbraucher geben an, noch nie von entsprechenden Angeboten gehört zu haben. Zum Vergleich: Klassische Lieferdienste für Restaurantessen werden von 62 Prozent genutzt.
Flink steigert seine Bekanntheit deutlich
Auch einzelne Marken profitieren von der wachsenden Aufmerksamkeit. Die Bekanntheit von Flink stieg laut YouGov BrandIndex von 18,1 Prozent im Jahr 2021 auf aktuell 36,5 Prozent und hat sich damit innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt.
Damit liegt Flink vor Wolt, das auf 33,7 Prozent kommt. Uber Eats erreicht inzwischen 50,4 Prozent Bekanntheit und hat Flink damit wieder deutlich überholt.
Lieferando bleibt bei der Auswahl führend
Bei der konkreten Kaufabsicht kann Flink ebenfalls zulegen. Der Anteil der Verbraucher, die den Anbieter bei einem nächsten Einkauf berücksichtigen würden, stieg von 3,6 Prozent im Jahr 2021 auf 6,5 Prozent.
Damit liegt Flink nahezu auf dem Niveau von Uber Eats mit 6,9 Prozent. Wolt erreicht rund drei Prozent, während Lieferando mit Werten um 20 Prozent weiterhin deutlich vor den übrigen Anbietern liegt.





