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Buy now, pay later: Ratenkauf legt bei größeren Einkäufen stark zu

Frau mit Smartphone und Laptop
Foto: Anete Lusina / Pexels

Key takeaways

➟ Ratenkäufe gewinnen bei größeren Online-Bestellungen deutlich an Bedeutung. Besonders Verbraucher mit niedrigerem Einkommen nutzen Teilzahlungen häufiger, während Paypal bei kleineren Einkaufsbeträgen weiterhin klar dominiert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Ratenzahlungen gewinnen beim Online-Shopping deutlich an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Verivox-Umfrage würden 15 Prozent der Befragten einen Online-Einkauf über 1.000 Euro bevorzugt in Teilbeträgen bezahlen. 2024 lag dieser Anteil noch bei neun Prozent. Damit hat sich die Ratenzahlung unter den gängigen Bezahlverfahren am stärksten entwickelt.

Rechnung und Paypal bleiben bei 1.000 Euro vorne

Bei größeren Online-Einkäufen bleibt der Kauf auf Rechnung dennoch die beliebteste Zahlungsart. 29 Prozent der Befragten würden einen Betrag von 1.000 Euro bevorzugt auf Rechnung bezahlen. Paypal folgt mit 21 Prozent, Debit- und Kreditkarten kommen auf 14 Prozent.

Während Rechnung und Kartenzahlung gegenüber 2024 leicht an Bedeutung verloren haben, blieb Paypal weitgehend stabil. Die Ratenzahlung legte dagegen um sechs Prozentpunkte zu und erreicht inzwischen einen deutlich größeren Teil der Verbraucher.

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Besonders gefragt bei niedrigeren Einkommen

Der Trend zeigt sich besonders stark bei Haushalten mit geringerem Einkommen. Unter Befragten mit weniger als 2.000 Euro monatlichem Nettoeinkommen würden 23 Prozent einen Online-Einkauf über 1.000 Euro bevorzugt in Raten zahlen.

Bei Personen mit einem Nettoeinkommen von mindestens 4.000 Euro liegt der Anteil dagegen nur bei sieben Prozent. Verivox sieht darin ein Zeichen dafür, dass Teilzahlungen vor allem dort attraktiv sind, wo größere Anschaffungen das monatliche Budget stärker belasten.

Höhere Nutzung erhöht auch das Überschuldungsrisiko

Mit der steigenden Verbreitung von Ratenkäufen wachsen zugleich die finanziellen Risiken. Verivox verweist auf Untersuchungen der Schufa, nach denen es bei Nutzern von Kleinkrediten und Buy-now-pay-later-Angeboten häufiger zu Zahlungsschwierigkeiten kommt.

Problematisch kann insbesondere die dauerhafte Verlagerung von Konsumausgaben in die Zukunft werden. Fallen mehrere Finanzierungen zusammen oder verändert sich die Einkommenssituation unerwartet, steigt die monatliche Belastung schnell. Hinzu kommt, dass für Ratenkäufe je nach Anbieter häufig zweistellige Zinssätze verlangt werden.

Strengere Regeln ab Ende November

Ab dem 20. November sollen neue gesetzliche Vorgaben den Verbraucherschutz bei Ratenfinanzierungen stärken. Geplant sind unter anderem umfassendere Kreditwürdigkeitsprüfungen sowie strengere Informationspflichten zu Kosten, Risiken und möglichen Folgen eines Zahlungsverzugs.

Verivox weist zugleich darauf hin, dass bestehende Ratenfinanzierungen grundsätzlich durch günstigere Kredite abgelöst werden können. Eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich begrenzt, während sich durch niedrigere Zinsen in einzelnen Fällen deutliche Einsparungen ergeben können.

Bei kleineren Beträgen dominiert weiterhin Paypal

Bei niedrigeren Einkaufswerten spielt Ratenzahlung dagegen kaum eine Rolle. Für einen Online-Einkauf über 100 Euro würden lediglich drei Prozent bevorzugt in Raten zahlen, bei 25 Euro sind es zwei Prozent.

Paypal bleibt hier mit deutlichem Abstand die erste Wahl. Bei 25 Euro bevorzugen 48 Prozent den Bezahldienst, bei 100 Euro sind es 42 Prozent. Rechnung und Kartenzahlung folgen mit deutlich niedrigeren Anteilen. Damit zeigt sich: Ratenzahlung ist vor allem bei größeren Anschaffungen relevant, während bei Alltagskäufen weiterhin schnelle und direkte Bezahlverfahren dominieren.

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