Ströer hat Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 gesteigert. Wichtigster Wachstumstreiber war erneut das Geschäft mit Außenwerbung, insbesondere Digital Out of Home. Schwächer entwickelte sich dagegen das Segment DaaS & E-Commerce. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern.
Konzernumsatz steigt auf gut eine Milliarde Euro
Der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten organisch um 2,7 Prozent auf 1,037 Milliarden Euro. Reportet erreichte das Wachstum rund sechs Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte Ströer 980 Millionen Euro umgesetzt.
Das bereinigte EBITDA legte um drei Prozent auf 273 Millionen Euro zu. Beim bereinigten EBIT erzielte der Konzern ein Plus von sechs Prozent auf 115 Millionen Euro. Das bereinigte Konzernergebnis verbesserte sich um sieben Prozent auf 56 Millionen Euro.
Der operative Cashflow stieg von 146 auf 161 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhten sich die Investitionen vor Übernahmen von 40 auf 51 Millionen Euro. Der bereinigte Free Cashflow blieb mit minus 1,9 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Digital Out of Home wächst um 18,5 Prozent
Das Kerngeschäft OoH Media entwickelte sich deutlich stärker als der Gesamtkonzern. Der Segmentumsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 491 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA stieg um 10,3 Prozent auf 224 Millionen Euro.
Besonders dynamisch entwickelte sich Digital Out of Home mit einem Umsatzplus von 18,5 Prozent. Im Bereich Services stiegen die Erlöse sogar um 26,7 Prozent. Die klassische Außenwerbung blieb dagegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres.
Damit konnte das Wachstum im Kerngeschäft die schwächere Entwicklung anderer Aktivitäten teilweise kompensieren.
Digital & Dialog Media legt beim Umsatz zu
Im Segment Digital & Dialog Media erhöhte sich der Umsatz reportet um 14,4 Prozent auf 476 Millionen Euro. Organisch betrug das Wachstum 5,4 Prozent.
Der Bereich Digital steigerte seinen Umsatz um 2,6 Prozent auf 208 Millionen Euro. Das Dialoggeschäft kam auf 267 Millionen Euro und wuchs organisch um acht Prozent beziehungsweise reportet um 25,5 Prozent.
Das bereinigte EBITDA des Segments sank allerdings von 59 auf rund 57 Millionen Euro. Ströer führt dies unter anderem auf einen veränderten Produktmix und höhere Personalkosten im arbeitsintensiven Dialoggeschäft infolge gestiegener Mindestlöhne zurück.
DaaS & E-Commerce bleibt unter Vorjahr
Deutlich schwächer entwickelte sich DaaS & E-Commerce. Der Segmentumsatz sank von 176 auf rund 156 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA ging von 20 auf etwa elf Millionen Euro zurück.
Statista erzielte 72 Millionen Euro Umsatz nach 82 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Organisch entspricht dies einem Rückgang um 4,4 Prozent. Bei Asam sank der Umsatz von 93 auf rund 83 Millionen Euro. Ströer verweist hier auf die weiterhin zurückhaltende Konsumnachfrage in Deutschland.
Ströer bestätigt Jahresausblick
Für das dritte Quartal erwartet Ströer im Segment OoH Media ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bei Digital & Dialog Media soll sich die Entwicklung in einer ähnlichen Größenordnung wie im zweiten Quartal bewegen.
Für DaaS & E-Commerce rechnet der Konzern dagegen mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Trotz der unterschiedlichen Entwicklung der Geschäftsbereiche bestätigt Ströer seinen bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr 2026.





