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Telekom will mit KI Umsatz steigern und Milliardenkosten sparen

Trust The T Schriftzug der Deutschen Telekom
Foto: Deutsche Telekom

Key takeaways

➟ Die Deutsche Telekom will KI zum Wachstums- und Effizienztreiber ausbauen. Bis 2030 sollen 800 Millionen Euro KI-Umsatz und 2,5 Milliarden Euro Kosteneinsparungen erreicht werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Deutsche Telekom will künstliche Intelligenz stärker als Wachstumstreiber und Effizienzhebel im Konzern nutzen. Beim KI-Investorentag in Bonn stellte das Unternehmen Anwendungen aus Unternehmensgeschäft, Privatkundensegment, Netzbetrieb und Kundenservice vor. Bis 2030 sollen außerhalb der USA rund 800 Millionen Euro KI-bezogener Umsatz im Geschäft mit Unternehmen erreicht werden. Gleichzeitig erwartet der Konzern Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei den indirekten Kosten gegenüber 2023.

Souveräne KI soll neue Umsätze bringen

Besonders große Chancen sieht die Telekom bei souveränen KI-Angeboten für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Grundlage dafür sind unter anderem eigene Netze, europäische Infrastruktur und Partnertechnologien. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Industrial AI Cloud in München.

Für 2026 erwartet die Telekom außerhalb der USA rund 250 Millionen Euro KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmenskunden. Bis 2030 soll dieser Wert auf etwa 800 Millionen Euro steigen. Zusätzlich entwickelt der Konzern für den Mittelstand Plattformen zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben in Bereichen wie Service und Logistik.

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KI-Dienste sollen auch Privatkunden erreichen

Auch im Privatkundengeschäft will die Telekom neue KI-basierte Dienste etablieren. Der Magenta AI Assistant soll Mobilfunkgespräche live übersetzen, Fragen beantworten und Gesprächsinhalte zusammenfassen.

Daneben nutzt das Unternehmen künstliche Intelligenz bereits im Marketing, etwa um Angebote innerhalb von „Magenta Moments“ gezielter auszuspielen. Solche Anwendungen sollen künftig zusätzliche Tarif- und Serviceangebote ermöglichen.

Automatisierung soll Milliarden einsparen

Großes Potenzial sieht die Telekom bei wiederkehrenden Prozessen in Netzbetrieb, Kundenservice, Softwareentwicklung und Verwaltung. Der Chatbot „Frag Magenta“ übernahm im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Kundenanrufe.

Außerhalb der USA erwartet die Telekom bis 2027 Bruttoeinsparungen von rund 1,1 Milliarden Euro gegenüber 2023. Bis 2030 sollen die Einsparungen bei den indirekten Kosten auf rund 2,5 Milliarden Euro steigen. Teile der freiwerdenden Mittel sollen in Digitalisierung und Glasfaserausbau fließen.

KI beschleunigt Netzbetrieb und Kundenservice

Im Mobilfunknetz kommt unter anderem der „RAN Guardian Agent“ zum Einsatz. Das System soll drohende Belastungen, etwa bei Großveranstaltungen, frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen unterstützen.

Nach Angaben der Telekom sank die Bearbeitungszeit bei solchen Ereignissen von mehreren Stunden auf rund eine Minute. Auch im Kundenservice unterstützt KI Beschäftigte mit passenden Informationen, automatisierter Dokumentation und einer früheren Erkennung möglicher Probleme. In ersten Anwendungsfällen seien Beschwerden um rund 30 Prozent zurückgegangen.

Mehr als 100.000 Mitarbeitende bereits geschult

Damit KI im Konzern breiter eingesetzt werden kann, stellt die Telekom Werkzeuge wie AskT, ChatGPT Enterprise und Microsoft Copilot bereit. Mehr als 100.000 Beschäftigte wurden nach Unternehmensangaben bereits im Umgang mit KI geschult.

Der Konzern verfolgt dabei das Prinzip, dass Mitarbeitende Ziele vorgeben, Ergebnisse prüfen und die Verantwortung für Entscheidungen behalten. Die Telekom bestätigt zugleich ihre bestehende Prognose und ihre mittelfristigen Finanzziele.

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