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Industrial AI Cloud: Münchens KI-Fabrik der Telekom nimmt Betrieb auf

Telekom Logo in der KI Fabrik Muenchen
Foto: Deutsche Telekom AG / Cindy

Key takeaways

Die Deutsche Telekom hat in München Europas erste KI-Fabrik für die Industrie eröffnet. Die Industrial AI Cloud bietet souveräne Rechenleistung für Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. Partner wie SAP, Siemens und NVIDIA sorgen für ein leistungsstarkes Ökosystem rund um KI-Anwendungen und digitale Souveränität in Europa.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Deutschlands erste KI-Fabrik für industrielle Anwendungen hat offiziell den Betrieb aufgenommen. Die Deutsche Telekom präsentierte in München ihr neues Rechenzentrum für künstliche Intelligenz, das zusammen mit NVIDIA und Polarise in nur sechs Monaten errichtet wurde. Die sogenannte „Industrial AI Cloud“ steht Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Stellen aus Deutschland und Europa zur Verfügung. Sie soll als souveräne Plattform für anspruchsvolle KI-Anwendungen dienen und ist bereits jetzt zu über einem Drittel ausgelastet.

Hochleistungsinfrastruktur für Europas digitale Souveränität

Das bereits im November medienwirksam angekündigte Rechenzentrum basiert auf rund 10.000 NVIDIA Blackwell GPUs, darunter DGX B200 Systeme, und liefert eine Rechenleistung von bis zu 0,5 ExaFLOPS. Damit könnten theoretisch alle EU-Bürger gleichzeitig einen KI-Assistenten nutzen. Die Telekom betreibt die Anlage unter strengen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen auf deutschem Boden. Ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur ist der sogenannte „Deutschland Stack“, den T-Systems und SAP gemeinsam entwickelt haben. Während T-Systems für Infrastruktur und Plattform sorgt, liefert SAP Anwendungen und Werkzeuge für branchenspezifische Cloud-Lösungen.

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KI trifft Ingenieurskunst und Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit Siemens bringt die Telekom hochpräzise Simulationstechnologie auf die Industrial AI Cloud. Die Integration von Siemens‘ SIMCenter ermöglicht virtuelle Produktentwicklung und spart Kosten durch verkürzte Markteinführungszeiten. Die Partnerschaft demonstriert, wie sich Ingenieurkompetenz und souveräne IT zu einem Wettbewerbsvorteil verbinden lassen. Das Rechenzentrum selbst ist ein Musterbeispiel für Energieeffizienz: Es wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben, nutzt die Kälte des Eisbaches zur Kühlung und speist Abwärme in das angrenzende Stadtquartier ein.

Breites Ökosystem aus Industrie, Forschung und Start-ups

Die neue Infrastruktur fördert ein wachsendes Ökosystem. Industrieunternehmen können digitale Zwillinge erstellen und KI-Anwendungen entwickeln. Start-ups profitieren von der flexiblen Bereitstellung von Rechenleistung über die NVIDIA-Plattform, während Forschungseinrichtungen wie die Leibniz Universität Hannover Zugang zu souveräner Hochleistungsrechenpower erhalten. Dort läuft bereits das Projekt SOOFI, das ein europäisches Open-Source-Sprachmodell mit etwa 100 Milliarden Parametern entwickeln will – trainiert auf europäischer Infrastruktur und mit Fokus auf europäische Sprachen.

Standortvorteil Bayern

Bayerns Wirtschafts- und Wissenschaftsminister heben hervor, dass der Freistaat durch die Kombination aus starker Industrie, verlässlicher Infrastruktur und gezielter Förderung ideale Bedingungen für KI-Projekte bietet. Die Ansiedlung eines solch bedeutenden Rechenzentrums unterstreiche Bayerns Rolle als führender Standort für digitale Transformation und industrielle Innovation.

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