tesa baut den Einsatz künstlicher Intelligenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus, wie aus einem Blogbeitrag von Microsoft hervorgeht. Der Klebebandspezialist nutzt KI inzwischen unter anderem in Personalprozessen, der Supply Chain und der Produktionssteuerung. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete Anwendungen, die Abläufe vereinfachen, Wissen schneller verfügbar machen und Energie effizienter einsetzen sollen.
HR-Assistent beantwortet Alltagsfragen
Mit „Ask PIA“ hat tesa einen digitalen Assistenten für Personal- und Facility-Themen in Microsoft Teams integriert. Beschäftigte können dort beispielsweise Fragen zu Elternzeit, Mitarbeiterausweisen oder Urlaubsprozessen stellen, ohne selbst nach Dokumenten oder zuständigen Ansprechpartnern suchen zu müssen.
Der Assistent greift dafür auf Informationen aus SharePoint zurück. Komplexe oder vertrauliche Anliegen sollen weiterhin von Fachleuten bearbeitet werden, sodass die Anwendung vor allem wiederkehrende Standardfragen abfängt und eine erste Orientierung ermöglicht.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
KI-Agenten entlasten die Supply Chain
Auch im Supply Chain Management setzt tesa auf spezialisierte Agenten. Beschäftigte können Fragen zu Forecasting, Bestandsmanagement, Logistik oder regionalen Zuständigkeiten über Teams oder SharePoint stellen.
Ein zentraler Agent ordnet die Anfrage automatisch dem passenden Fachgebiet zu und leitet sie an spezialisierte Unteragenten weiter. Bleibt eine Antwort unklar, wird die Anfrage an einen zentralen Teams-Kanal übergeben, wo Fachleute sie prüfen und übernehmen können.
Energieplattform steuert Anlagen im Viertelstundentakt
Besonders weit geht die Automatisierung in der Produktion. Die „Energy Intelligence Platform“ verbindet Energieplanung, Beschaffung und Anlagenbetrieb und verarbeitet Prognosen zu Verbrauch, eigener Stromerzeugung, Wetter und Marktpreisen.
Auf dieser Basis berechnet das System alle 15 Minuten die kosten- und CO₂-optimale Fahrweise der angeschlossenen Anlagen. Entscheidungen werden anschließend automatisch an die Anlagensteuerung übertragen und dort selbstständig umgesetzt.
Blockheizkraftwerke werden dynamisch gesteuert
Ein konkretes Beispiel sind die unternehmenseigenen Blockheizkraftwerke. Statt dauerhaft zu laufen, prüft die Plattform regelmäßig, ob Strom aus dem Netz wirtschaftlich und energetisch vorteilhafter ist.
Ist dies der Fall, können die Anlagen automatisch abgeschaltet und bei veränderten Bedingungen wieder aktiviert werden. tesa will mit dieser Steuerung seine Energienutzung flexibler gestalten und zugleich Kosten sowie Emissionen reduzieren.
KI soll Teil der gesamten Wertschöpfung werden
Bis 2030 will tesa klimaneutral produzieren und gleichzeitig seine Energiekosten um mehr als zehn Prozent senken. KI soll dabei nicht nur in einzelnen Pilotprojekten eingesetzt werden, sondern schrittweise stärker in bestehende Prozesse integriert werden.
Künftig sollen die Anwendungen enger miteinander verzahnt werden. Gleichzeitig baut tesa Kompetenzen bei den Beschäftigten aus, damit diese KI-Ergebnisse einordnen, Einsatzmöglichkeiten bewerten und die Technologie gezielt entlang der gesamten Wertschöpfungskette nutzen können.





