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Ärztekammer fordert Zuckersteuer und Handyverbot an Schulen

Mehrere farbig glacierte Donuts
Foto: Cottonbro Studio / Pexels

Key takeaways

Ärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert eine Zuckersteuer und Gesundheitsunterricht an Schulen, um der Zunahme von Übergewicht bei Kindern entgegenzuwirken. Er warnt vor einer Diabetes-Welle und spricht sich zudem für ein Handyverbot an Schulen aus.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden unter Übergewicht – ein Trend, dem der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, entschieden entgegentreten will. In einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland hat er sich für eine Zuckersteuer ausgesprochen und fordert einen verbindlichen Gesundheitsunterricht an Schulen.

Laut Reinhardt sei die Entwicklung alarmierend: Bewegungsmangel und schlechte Ernährung ließen bereits jetzt eine massive Zunahme von Typ-2-Diabetes bei jungen Menschen erwarten. Die Politik müsse handeln und Verantwortung übernehmen, um dieser Gesundheitskrise entgegenzuwirken. Reinhardt verweist auf den aktuellen Public Health Index, laut dem Deutschland bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen im europäischen Vergleich auf dem vorletzten Platz liegt.

Zuckersteuer und Unterricht als Doppelstrategie

Zu den von Experten empfohlenen Maßnahmen zählt eine höhere Besteuerung von Zucker, Tabak und Alkohol, da dies nachweislich den Konsum senke. Die durch die Steuer erzielten Mehreinnahmen könnten laut Reinhardt zur Finanzierung eines verpflichtenden Gesundheitsunterrichts genutzt werden. Ziel sei es, Kinder frühzeitig über Ernährung, Bewegung und gesundheitliche Zusammenhänge aufzuklären.

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Handyverbot an Schulen – aber kein Social-Media-Aus

Neben der gesundheitlichen Prävention spricht sich der Ärztepräsident auch für eine klare digitale Disziplin an Schulen aus. Die Schule solle ein „handyfreier Raum“ sein – frei von digitaler Ablenkung durch TikTok, WhatsApp und andere Apps. Damit solle das soziale Miteinander gefördert und die Konzentration auf das Lernen verbessert werden.

Ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren, wie es etwa Australien plant und auch in der EU thematisiert wird, lehnt Reinhardt jedoch ab. Soziale Netzwerke könnten auch positive Effekte haben, wenn sie dem Austausch und der Verabredung dienten. Wichtiger sei es, die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken und sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Angeboten zu befähigen.

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