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Einkaufstour geht weiter: Frasers steigt jetzt auch bei Burberry ein

Frau mit Burberry Mantel und Regenschirm
Foto: Burberry

Key takeaways

Die Frasers Group sichert sich 4,2 Prozent an der ikonischen britischen Luxusmarke Burberry. Der Einstieg, der über Put-Optionen erfolgt, findet parallel zu den bestehenden Übernahmeambitionen von Hugo Boss statt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Frasers Group treibt ihre Expansion im Premium- und Luxussegment konsequent voran und hat sich im Zuge dessen eine Beteiligung am britischen Modehaus Burberry gesichert. Der Einstieg erfolgt in einer Phase, in der Burberry mitten in einem strategischen Turnaround steckt und erste Fortschritte nach einem Quartal mit Umsatzwachstum sichtbar werden.

Beteiligung über Derivate statt klassischem Aktienkauf

Frasers hat sich über Put-Optionen auf rund 15 Millionen Burberry-Aktien ein wirtschaftliches Engagement von etwa 4,2 Prozent gesichert. Die Beteiligung erfolgt damit nicht über einen direkten Aktienkauf, sondern über Finanzinstrumente, die dem Konzern unter bestimmten Bedingungen den Erwerb der Anteile ermöglichen. Trotz dieser Struktur zählt Frasers bereits zu den größeren Anteilseignern des Unternehmens.

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Teil einer breiter angelegten Beteiligungsstrategie

Der Einstieg bei Burberry reiht sich in eine Serie ähnlicher Investments ein. Frasers verfolgt seit Jahren eine Strategie, gezielt Minderheitsbeteiligungen an Mode- und Handelsunternehmen aufzubauen, um sich strategischen Einfluss zu sichern. Beteiligungen bestehen unter anderem an ASOS, Mulberry und Puma.

Parallel dazu steht insbesondere das Engagement bei Hugo Boss im Fokus. Dort hat Frasers ein freiwilliges Übernahmeangebot vorgelegt und kontrolliert inzwischen mehr als 30 Prozent der Anteile beziehungsweise Stimmrechte. Auch hier nutzt der Konzern Finanzinstrumente wie Put-Optionen, um seine Position weiter auszubauen. Das Management von Hugo Boss lehnt das Angebot bislang jedoch als finanziell unzureichend ab.

Burberry zeigt erste Fortschritte im Turnaround

Der Zeitpunkt der Beteiligung fällt mit ersten Erfolgen der Neuausrichtung bei Burberry zusammen. Nach mehreren schwachen Jahren, die unter anderem durch eine starke Fokussierung auf das absolute Luxussegment und eine schwächere Nachfrage in China geprägt waren, zeigt sich nun eine Stabilisierung.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 455 Millionen Pfund. Gleichzeitig legten die vergleichbaren Einzelhandelsumsätze zum vierten Mal in Folge um fünf Prozent zu. Wachstum wurde erstmals seit längerer Zeit wieder in allen zentralen Produktkategorien erzielt, darunter Damen- und Herrenmode sowie Accessoires und Kinderbekleidung.

Besonders klassische Kernprodukte wie Trenchcoats, Schals und Handtaschen entwickeln sich wieder stärker. Zudem gelingt es dem Unternehmen zunehmend, jüngere Kundinnen und Kunden der Generation Z zurückzugewinnen und die Markenattraktivität zu erhöhen. CEO Josh Schulman sieht darin eine Bestätigung der strategischen Initiative „Burberry Forward“.

Frasers setzt auf langfristigen Einfluss im Luxusmarkt

Die Frasers Group gilt als einer der aktivsten Investoren im europäischen Einzelhandel. Anders als viele Finanzinvestoren verfolgt das Unternehmen häufig einen langfristigen Ansatz, der neben finanziellen Zielen auch strategischen Einfluss auf die Entwicklung der Beteiligungen umfasst.

Unter CEO Michael Murray entwickelt sich Frasers zunehmend von einem klassischen Sportartikelhändler zu einer breit diversifizierten Handelsgruppe mit wachsender Präsenz im Premium- und Luxussegment. Zum Portfolio gehören neben Sports Direct auch Formate wie Flannels sowie Traditionsmarken wie Gieves & Hawkes.

Mit der Beteiligung an Burberry unterstreicht Frasers diesen Kurs. Ob daraus perspektivisch ein weitergehendes Engagement entsteht, bleibt offen. Angesichts der bisherigen Expansionsstrategie dürfte der Markt jedoch genau beobachten, welche Rolle der Konzern künftig bei der Entwicklung des britischen Luxusunternehmens spielen wird.

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