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Galeria bleibt bei Mieten im Rückstand – Druck auf Filialnetz wächst

GALERIA Logo am Eingang einer Filiale
Foto: FelixGeringswald / depositphotos.com

Key takeaways

Galeria gerät wegen ausstehender Mietzahlungen erneut unter Druck. Mehrere Vermieter berichten von Rückständen, während gleichzeitig über neue Finanzierungen verhandelt wird. Die Situation erhöht die Unsicherheit über die Zukunft einzelner Warenhausstandorte.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Warenhauskette Galeria, die zuletzt durch eine aggressive Rabattaktion aufgefallen ist, ist bei Mietzahlungen für mehrere Standorte weiterhin im Rückstand – offenbar besonders sichtbar am Berliner Alexanderplatz. Wie der Berliner Kurier berichtet, wurden nach Angaben des Immobilieneigentümers Commerz Real de Mieten für März und April 2026 nur teilweise beglichen, während die Zahlung für Mai bislang vollständig aussteht.

Zwar befindet sich der Vermieter in Gesprächen mit Galeria, prüft jedoch parallel alternative Nutzungsmöglichkeiten für die Immobilie. Zudem wird gefordert, dass die Eigentümer ihre Betreiberverantwortung stärker wahrnehmen, etwa durch Investitionen in Renovierung und Modernisierung.

Auch andere Vermieter bestätigen laut Medienberichten ausbleibende Zahlungen für April und Mai. Galeria selbst äußert sich nicht konkret zu den laufenden Verhandlungen, hat entsprechende Berichte jedoch auch nicht dementiert.

Fortdauernde Liquiditätsprobleme

Die offenen Mietforderungen sind Ausdruck anhaltender finanzieller Belastungen. Bereits zuvor hatten Vermieter berichtet, dass Zahlungen teilweise ausgeblieben seien und Stundungen angefragt wurden. Hintergrund ist eine angespannte Liquiditätslage. Branchenkreisen zufolge führt Galeria derzeit Gespräche über einen neuen Großkredit, um die finanzielle Stabilität zu sichern.

Die Situation ist auch vor dem Hintergrund struktureller Herausforderungen zu sehen: hohe Fixkosten, insbesondere für Mieten, sowie mehrere Insolvenzen in kurzer Folge. Anfang 2024 meldete Galeria bereits die dritte Insolvenz innerhalb von vier Jahren an, verbunden mit der Schließung mehrerer Standorte.

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Filialnetz weiter unter Druck

Die Zahlungsprobleme erhöhen die Unsicherheit rund um das bestehende Filialnetz. Aktuell betreibt Galeria rund 83 Warenhäuser in Deutschland, doch eine weitere Reduzierung gilt als möglich. Bereits im Frühjahr 2026 kündigte das Unternehmen an, Mietverträge an bis zu acht Standorten neu verhandeln zu wollen. Sollten keine tragfähigen Lösungen gefunden werden, sind auch Schließungen nicht ausgeschlossen. Betroffen sein könnten unter anderem Standorte in Berlin, München, Köln, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg.

Fazit

Die anhaltenden Mietrückstände – insbesondere am Standort Alexanderplatz – verdeutlichen die strukturellen Herausforderungen, mit denen Galeria weiterhin konfrontiert ist. Trotz laufender Gespräche mit Vermietern und möglicher neuer Finanzierungsmaßnahmen bleibt die weitere Entwicklung unsicher. Weitere Filialschließungen sowie intensive Verhandlungen über Mietkonditionen erscheinen weiterhin wahrscheinlich.

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