Wer sich in Großbritannien beim Online-Shopping Schwierigkeiten hat, sich ein Kleidungsstück an sich selbst vorzustellen, bekommt nun digitale Hilfe: Google bringt seine virtuelle Anprobe-Funktion pünktlich zur festlichen Saison ins Vereinigte Königreich und nach Indien. Nutzer können sich dort Outfits wie Kleider, Jacken, Schuhe oder Tops virtuell anprobieren – durch das Hochladen eines einzigen Fotos.
Die Funktion, die in den USA bereits in die Suche integriert ist, basiert auf einem eigens entwickelten KI-Modell für Mode, das sowohl menschliche Körperformen als auch Textilmaterialien realistisch analysiert. Es erkennt, wie Stoffe sich auf dem Körper verhalten – also wie sie fallen, sich dehnen oder falten. Damit wird aus einem statischen Produktbild ein personalisiertes Shopping-Erlebnis. Nutzer sehen sich nicht mehr in einem Standardmodell, sondern direkt in dem ausgewählten Kleidungsstück.
Neue Möglichkeiten für Händler und Marken
Besonders für den E-Commerce eröffnet die Technologie neue Potenziale. Digitale Anproben werden laut Google häufiger geteilt als herkömmliche Produktseiten, was Marken zusätzliche Reichweite und neue Formen der Markeninszenierung bietet. Händler können so nicht nur das Einkaufserlebnis verbessern, sondern auch die Kundenbindung stärken.
Für Modeinteressierte bedeutet die Einführung jedoch einen weiteren Schritt hin zu personalisierterem Online-Shopping. Looks können gespeichert und mit Freunden geteilt werden – die digitale Umkleidekabine ist nur noch einen Klick entfernt.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Noch immer kein Start in der EU
Während nun, nachdem bereits im Oktober zahlreiche Länder freigeschaltet wurden, auch Nutzer in Indien und dem Vereinigten Königreich loslegen können, bleibt ein Starttermin für Deutschland oder andere EU-Länder weiterhin offen.


