Bike24 hat im Geschäftsjahr 2025 überraschend stark abgeschnitten. Der Dresdner Online-Fahrradhändler erzielte laut vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen einen Umsatz von 289,1 Millionen Euro und ein adjustiertes EBITDA von 14,5 Millionen Euro. Damit liegt das Unternehmen über der im Jahresverlauf kommunizierten Prognose von 278 bis 288 Millionen Euro beim Umsatz sowie 12,5 bis 13,5 Millionen Euro beim operativen Ergebnis.
Wachstum durch starke Nachfrage und effiziente Strukturen
Besonders das vierte Quartal erwies sich laut der entsprechenden Ad-Hoc Mitteilung als Umsatztreiber. Eine erfolgreiche Black-Friday-Kampagne, gepaart mit anhaltend hoher Nachfrage nach Fahrrädern und Komponenten, sorgte für ein deutliches Plus. Auch die stabile Entwicklung in den Kernmärkten der DACH-Region sowie das internationale Geschäft wirkten unterstützend. Vorstandschef Andrés Martin-Birner betont, dass die strategische Kombination aus umfangreichem Sortiment, attraktiven Preisen und lokaler Marktpräsenz zunehmend Früchte trage. Zudem habe sich die operative Effizienz verbessert, insbesondere im Logistik- und Fulfillment-Bereich.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Rückkehr zum profitablen Wachstumskurs
Nach mehreren Jahren mit hohen Umsätzen, aber unter Druck stehenden Margen, zeichnet sich für Bike24 eine Wende ab. Die Herausforderungen der Vorjahre – etwa Lagerüberhänge, Preisdruck und Konsumzurückhaltung – scheinen zunehmend überwunden. Das nun erreichte Margenniveau und die Rückkehr zu einem dynamischen Wachstum zeigen, dass das Unternehmen seine Konsolidierungsphase weitgehend hinter sich gelassen hat.
Im laufenden Jahr 2026 will Bike24 vor allem die Profitabilität sichern und die Internationalisierung vorantreiben. Auch wenn es sich bisher nur um vorläufige Zahlen handelt, erwartet der Kapitalmarkt stabile bis positive Impulse. Die finalen, testierten Zahlen will Bike24 zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.


