Die Bevölkerung der Europäischen Union ist auch im Jahr 2025 weiter gewachsen. Zum Jahresbeginn 2026 lebten laut Eurostat rund 452 Millionen Menschen in den EU-Mitgliedstaaten. Damit setzt sich ein moderater Wachstumstrend fort, der maßgeblich durch Migration getragen wird.
Bevölkerungswachstum setzt sich fort
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Einwohnerzahl der EU um mehr als 700.000 Menschen gestiegen. Es handelt sich bereits um das fünfte Jahr in Folge mit einem Bevölkerungszuwachs, nachdem es im Zuge der Corona-Pandemie 2021 zu einem Rückgang gekommen war.
Langfristig zeigt sich jedoch eine deutliche Verlangsamung des Wachstums. Während die Bevölkerung in den 1960er-Jahren noch stark zunahm, hat sich die Dynamik in den vergangenen Jahrzehnten erheblich abgeschwächt.
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Migration gleicht negative Geburtenbilanz aus
Ein zentraler Faktor für das Wachstum ist die anhaltend positive Nettozuwanderung. Seit mehr als einem Jahrzehnt übersteigt die Zahl der Todesfälle die der Geburten, wodurch die natürliche Bevölkerungsentwicklung negativ ausfällt.
Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung der EU somit schrumpfen. Migration übernimmt zunehmend die Rolle des entscheidenden Stabilitätsfaktors für die demografische Entwicklung.
Große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten
Die Bevölkerungsstruktur innerhalb der EU ist weiterhin stark unterschiedlich. Deutschland bleibt mit Abstand das bevölkerungsreichste Land, während kleinere Staaten deutlich geringere Einwohnerzahlen aufweisen.
Zugleich konzentriert sich ein großer Teil der Bevölkerung auf wenige Mitgliedstaaten. Die größten Länder stellen gemeinsam einen erheblichen Anteil der gesamten EU-Bevölkerung.
Wachstum und Rückgang je nach Region
Die Entwicklung verläuft innerhalb der EU nicht einheitlich. In einer Mehrheit der Mitgliedstaaten ist die Bevölkerung zuletzt gewachsen, während andere Länder weiterhin einen Rückgang verzeichnen.
Besonders starke Zuwächse wurden in kleineren Staaten beobachtet, während in einigen osteuropäischen Ländern die Bevölkerung deutlich schrumpft. Diese Unterschiede spiegeln wirtschaftliche, soziale und migrationsbedingte Faktoren wider.
Demografischer Wandel bleibt Herausforderung
Trotz des aktuellen Wachstums bleibt der demografische Wandel eine zentrale Herausforderung für die Europäische Union. Eine alternde Bevölkerung, sinkende Geburtenraten und regionale Ungleichgewichte prägen die langfristige Entwicklung.
Für Politik und Wirtschaft wird es entscheidend sein, geeignete Strategien zu entwickeln, um die Folgen dieser Veränderungen abzufedern und gleichzeitig die Chancen durch Migration und Fachkräftezuwanderung zu nutzen.


