Die geplante Einführung der EU Inc., der europaweit geplanten einheitlichen Rechtsform für Startups, stößt in Deutschland auf große Zustimmung. Eine Mehrheit der Gründer würde laut einer Bitkom-Befragung ihr nächstes Unternehmen als sogenannte EU Inc. gründen. Damit wächst der Druck auf die europäische Politik, die Pläne zügig umzusetzen und zentrale Hürden für Startups abzubauen.
Breite Unterstützung unter Gründern
Eine klare Mehrheit der befragten Startups spricht sich für die neue Rechtsform aus. Nur eine kleine Minderheit lehnt das Konzept ab, während ein Teil der Gründer noch unentschlossen ist. Die Ergebnisse zeigen, dass der Bedarf nach vereinfachten Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und Wachstum in Europa groß ist.
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Expansion im Binnenmarkt im Fokus
Im Zentrum der Erwartungen steht vor allem die Möglichkeit, leichter in andere EU-Länder zu expandieren. Startups wünschen sich, grenzüberschreitend tätig sein zu können, ohne jeweils eigene Tochtergesellschaften gründen zu müssen. Diese Vereinfachung gilt als entscheidender Hebel, um Skalierung innerhalb Europas deutlich zu beschleunigen.
Digitale und standardisierte Prozesse gefordert
Neben der Expansion legen Gründer großen Wert auf vollständig digitale Abläufe. Ein zentraler One-Stop-Shop für Gründung und Verwaltung wird als besonders wichtig angesehen. Ebenso gefragt sind standardisierte Verträge, digitale Anteilsübertragungen sowie eine schnelle und unkomplizierte Unternehmensgründung innerhalb weniger Tage.
Harmonisierung als Schlüssel zum Erfolg
Darüber hinaus erwarten Startups eine stärkere Angleichung von steuerlichen, arbeitsrechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen innerhalb der EU. Einheitliche Regeln könnten Investitionen erleichtern, Mitarbeiterbeteiligungen attraktiver machen und den administrativen Aufwand deutlich reduzieren.
Politische Umsetzung entscheidend
Damit die EU Inc. ihr Potenzial entfalten kann, kommt es nun auf die konkrete Ausgestaltung im politischen Prozess an. Entscheidend wird sein, dass zentrale Elemente wie digitale Prozesse, einheitliche Regelungen und einfache Gründungsbedingungen erhalten bleiben. Nur dann kann die neue Rechtsform dazu beitragen, das europäische Startup-Ökosystem nachhaltig zu stärken.


