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European Media Marketplace startet als neue Werbeinfrastruktur

Logos der Gruendungsmitglieder des European Media Marketplace
Foto: European Media Marketplace

Key takeaways

Europäische Medien- und Technologieunternehmen starten einen gemeinsamen Werbemarktplatz. Ziel ist es, Fragmentierung zu reduzieren, Daten und Inventar zu bündeln und mehr Wertschöpfung im europäischen Open Web zu halten, während Werbetreibende von effizienteren Kampagnen profitieren.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Führende europäische Medien-, Daten- und Technologieunternehmen haben den Start des European Media Marketplace bekannt gegeben. Die Initiative soll die digitale Werbung in Europa neu strukturieren und eine gemeinsame Infrastruktur schaffen, die Fragmentierung reduziert und den Zugang zu Premium-Inventar vereinfacht.

Antwort auf fragmentierte Werbelandschaft

Der European Media Marketplace vereint eine breite Koalition aus Medienhäusern, Telekommunikationsanbietern, Marktplätzen und Adtech-Unternehmen. Zu den Gründungsmitgliedern aus Deutschland gehört die Telekom-Tochter T Advertising Solutions und Kleinanzeigen, aus dem europäischen Ausland zählt unter anderem Vinted, Lastminute.com und Experian dazu.

Ziel sei es, eine zentrale Herausforderung der Branche zu lösen: die starke Zersplitterung von Daten, Mediaeinkauf und Kampagnenaktivierung über Länder, Plattformen und Kanäle hinweg. Durch die Bündelung dieser Ressourcen entsteht ein gemeinsamer Zugangspunkt für Werbetreibende und Agenturen.

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Einheitliches Framework für Daten und Aktivierung

Im Kern handelt es sich nicht um eine klassische Plattform, sondern um ein interoperables Framework. Es verbindet Premium-Inventar, datenschutzkonforme First-Party-Daten und KI-gestützte Aktivierung in einem gemeinsamen System. Dabei behalten die beteiligten Partner die Kontrolle über ihre Daten und ihr Inventar, während gleichzeitig eine skalierbare und transparente Nutzung ermöglicht wird.

Stärkung des europäischen Open Web

Ein zentrales Ziel der Initiative ist es, die Wertschöpfung stärker in Europa zu halten. Bislang fließt ein erheblicher Teil der digitalen Werbeausgaben über globale Plattformen. Der neue Marktplatz soll sicherstellen, dass mehr Erlöse bei europäischen Publishern, Datenanbietern und Technologiepartnern verbleiben und so die Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Ökosystems stärken.

Vereinfachter Zugang für Werbetreibende

Über den gemeinsamen Zugangspunkt können Kampagnen kanalübergreifend gesteuert werden, etwa über Connected TV, Video, Display, Native Advertising und Retail Media. Werbetreibende profitieren von konsistenter Zielgruppenansprache über verschiedene Märkte hinweg, während gleichzeitig Transparenz und Effizienz steigen und Intermediäre reduziert werden.

Datenschutz und Souveränität im Fokus

Der European Media Marketplace setzt bewusst auf datenschutzorientierte Strukturen und lokale Datenverarbeitung. First-Party-Daten und einwilligungsbasierte Profile stehen im Mittelpunkt, um sowohl regulatorische Anforderungen als auch das Vertrauen der Nutzer zu sichern. Damit positioniert sich die Initiative als europäische Alternative zu geschlossenen Plattformökosystemen.

Start in mehreren Kernmärkten geplant

Der Marktplatz soll zunächst in wichtigen europäischen Märkten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien starten. Erste Kampagnen sind bereits für den Herbst geplant. Langfristig ist eine Ausweitung auf weitere Länder vorgesehen, um eine breite europäische Reichweite zu schaffen und die Zusammenarbeit im digitalen Werbemarkt weiter auszubauen.

Neue Perspektiven für Werbeökosystem

Mit der Initiative entsteht ein kollaborativer Ansatz, der Medien, Daten und Technologie enger verzahnt. Ziel ist es, effizientere Kampagnen, bessere Ergebnisse für Werbetreibende und nachhaltigere Geschäftsmodelle für Publisher zu ermöglichen. Gleichzeitig soll das europäische Open Web als unabhängiger und wettbewerbsfähiger Raum gestärkt werden.

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