Fast Retailing ist mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnplus in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Der japanische Konzern erzielte im ersten Quartal einen Konzernumsatz von rund 1,03 Billionen Yen (rund 6,4 Mrd. Euro), was einem Anstieg von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der operative Gewinn kletterte um 31 Prozent auf 205,6 Milliarden Yen (ca. 1,3 Mrd. Euro), während der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn um 11,7 Prozent auf 147,4 Milliarden Yen (rund 920 Mio. Euro) zulegte.
UNIQLO überzeugt in Japan und international
Das UNIQLO-Geschäft war in allen Regionen ein Wachstumstreiber. In Japan legte der Umsatz um 12,2 Prozent auf 299 Milliarden Yen zu. Besonders gefragt waren Herbst- und Ganzjahresprodukte sowie die Winterlinien HEATTECH und PUFFTECH. Trotz eines leicht rückläufigen Bruttomargenanteils um 0,5 Prozentpunkte verbesserte sich die operative Marge durch geringere Personal- und Mietkosten. Der operative Gewinn stieg um 20,2 Prozent auf 62,4 Milliarden Yen.
International erzielte UNIQLO sogar ein Umsatzwachstum von 20,3 Prozent auf 603,8 Milliarden Yen, bei einem Gewinnplus von 38 Prozent auf 117,3 Milliarden Yen. Die Profitabilität wurde durch verbesserte Margen und geringere Kostenanteile gestützt. In allen Regionen – von China über Südostasien und Europa bis Nordamerika – wurden zweistellige Umsatz- und Gewinnzuwächse erzielt. Besonders in Europa sorgten neue Filialen in Städten wie Frankfurt, München und Birmingham für starke Nachfrage. Auch die Kooperation mit JD.com in China trug zum Erfolg bei.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
GU mit durchwachsenen Ergebnissen, Global Brands rückläufig
Die Konzernmarke GU konnte den Umsatz mit 91,3 Milliarden Yen nur leicht steigern (+0,8 %), erzielte aber ein starkes Gewinnwachstum von 20 Prozent auf 11,4 Milliarden Yen. Der Rückgang bei vergleichbaren Filialumsätzen ist auf ein unzureichendes Angebot modischer Trendprodukte zurückzuführen. Positiv wirkten sich jedoch bessere Planung, geringere Lagerengpässe und gezieltes Discount-Management auf die Marge aus.
Das Segment Global Brands musste dagegen Rückgänge hinnehmen. Der Umsatz sank um 7,6 Prozent auf 33 Milliarden Yen, der operative Gewinn schrumpfte um 14,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Yen. Vor allem Theory USA entwickelte sich schwach. PLST hingegen konnte durch gezielte Marketingmaßnahmen zulegen. Die fortgeführte Restrukturierung bei Comptoir des Cotonniers und Princesse tam.tam trug zur Effizienzverbesserung bei.
Ausblick: Prognosen nach starkem Start nach oben korrigiert
Fast Retailing hat nach dem starken ersten Quartal seine Jahresprognose nach oben angepasst. Der Umsatz soll nun bei 3,8 Billionen Yen liegen (+11,7 %), das operative Ergebnis bei 650 Milliarden Yen (+15,2 %) und der Jahresüberschuss bei 450 Milliarden Yen (+3,9 %). Auch die Dividende soll auf 540 Yen je Aktie steigen, was einem Plus von 40 Yen im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Während UNIQLO Japan im zweiten Quartal unter dem warmen Dezemberwetter leidet, wird für das Gesamtjahr mit einem leichten Umsatz- und Gewinnplus gerechnet. UNIQLO International soll weiter stark wachsen – insbesondere in China, Südostasien und Europa. GU wird ein moderates Wachstum prognostiziert, ebenso wie für das Segment Global Brands.




