Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sorgt in Deutschland nicht nur für sportliche Vorfreude, sondern auch für zusätzliche Nachfrage im Handel. Trotz der Austragung in Nordamerika und der damit verbundenen Zeitverschiebung wollen rund zwei Drittel der Verbraucher die Spiele verfolgen. Gleichzeitig bleibt das Konsumverhalten von einem ausgeprägten Preisbewusstsein geprägt, wie der aktuelle Konsumentenreport der Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH) zeigt.
Großes Interesse an der Fußball-WM
Die Mehrheit der Befragten plant, das Turnier aktiv zu verfolgen. Rund 27 Prozent möchten möglichst viele Spiele sehen, weitere 39 Prozent schalten ein, wenn es zeitlich passt. Nur etwas mehr als ein Drittel verzichtet vollständig auf die WM. Als Hauptgründe nennen diese Befragten fehlendes Interesse am Fußball, die zunehmende Kommerzialisierung des Sports sowie Kritik an der FIFA.
Auch sportlich herrscht Optimismus: Die große Mehrheit rechnet mit einem erfolgreichen Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft. Mehr als jede zehnte Person hält sogar den Gewinn des WM-Titels für möglich.
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Heimisches Public Viewing dominiert
Die ungewöhnlichen Anstoßzeiten führen dazu, dass die meisten Fans die Spiele zu Hause verfolgen. Das Wohnzimmer bleibt mit großem Abstand der wichtigste Austragungsort für das gemeinsame Fußballerlebnis. Viele Zuschauer planen, die Begegnungen mit Familie, Partnern oder Freunden zu verfolgen.
Passend dazu stehen klassische Begleiter für den Fernsehabend im Mittelpunkt. Neben alkoholischen Getränken spielen Softdrinks sowie Kaffee- und Teeprodukte eine wichtige Rolle, da zahlreiche Spiele außerhalb der üblichen Abendstunden stattfinden.
Lebensmittelhandel profitiert besonders
Die WM sorgt vor allem bei Verbrauchsgütern für zusätzliche Nachfrage. Getränke, Snacks und Grillprodukte stehen bei den geplanten Einkäufen ganz oben auf der Liste. Große Anschaffungen wie Fernseher oder Beamer spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle.
Gleichzeitig zeigt sich die hohe Preissensibilität der Verbraucher. Fast die Hälfte plant keine zusätzlichen WM-Ausgaben. Viele kaufen Lebensmittel und Getränke nur bei attraktiven Angeboten oder decken sich frühzeitig mit Vorräten ein. Der Fokus liegt damit auf einer möglichst kosteneffizienten Planung des Fußballkonsums.
Digitale Angebote gewinnen an Bedeutung
Bei der Suche nach Sonderaktionen und Rabatten setzen Verbraucher zunehmend auf digitale Kanäle. Online-Prospektportale sind die wichtigste Informationsquelle für WM-Angebote, noch vor gedruckten Prospekten und Händler-Apps.
Bereits vor Turnierbeginn haben viele Konsumenten entsprechende Werbeaktionen wahrgenommen. Ein Teil der Befragten bewertet WM-bezogene Kampagnen sogar als attraktiver als klassische Werbung. Für Händler und Marken eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten, ihre Reichweite rund um das Turnier zu erhöhen.
Der Konsumentenreport basiert auf einer Befragung von 3.761 Verbraucherinnen und Verbrauchern in den Apps der Initiative Digitale Handelskommunikation, die von Bonial, marktguru und Shopfully getragen wird.


