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Logistik im Wandel: Wie Maersk auf den Handel in Europa blickt

Containerschiff von Maersk Tanjong
Foto: WikimediaImages / Pixabay

Key takeaways

Maersk berichtet in einem Update über Verzögerungen an Nordseehäfen, neue Zollprozesse in Belgien und Deutschland sowie Infrastrukturarbeiten. Hinzu kommen verschärfte CO₂-Regularien, stabile Luftfrachtmärkte und Chancen durch KI im E-Commerce. Händler sollten jetzt Prozesse anpassen, um effizient durch das neue Jahr zu steuern.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Jahresauftakt 2026 bringt zahlreiche Veränderungen für die europäischen Lieferketten mit sich. Während das neue Jahr operative Herausforderungen bereithält, eröffnen sich auch neue Chancen für Händler und Spediteure, wie der Logistiker Maerks in einem neuen Report zum Jahresauftakt darstellt.

Wetter und geopolitische Lage belasten Seehäfen

Nach der erfolgreichen Durchfahrt eines Maersk-Schiffes durch das Rote Meer unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen bleibt die Route über das Kap der Guten Hoffnung vorerst Standard. Eine Rückkehr zur Transsuez-Verbindung ist laut Maersk nur schrittweise geplant.

Gleichzeitig beeinträchtigte winterliches Extremwetter im Januar die Abläufe in Nordseehäfen wie Hamburg, Rotterdam und Antwerpen. Verspätungen und zwischenzeitliche Sperrungen führten zu verlängerten Umschlagzeiten. In Rotterdam beträgt die Wartezeit großer Containerschiffe aktuell bis zu 48 Stunden. Auch die Auslastung der Lagerflächen steigt deutlich.

Maersk empfiehlt, Pufferzeiten einzuplanen und Abholungen – besonders für Kühlcontainer – frühzeitig zu organisieren, um Engpässe zu vermeiden.

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Bahn- und Binnentransport im Umbruch

Im Inland beeinträchtigen infrastrukturelle Bauarbeiten und regulatorische Umstellungen den Transport. In Slowenien kommt es wegen laufender Modernisierungen des Schienennetzes zu Engpässen und verlängerten Transportzeiten. Auch alternative Streckenführungen sind zeitweise erforderlich.

In Belgien und Deutschland verändern neue Zollprozesse die Freigabe von Importcontainern. Das Ziel ist ein sichererer, transparenterer und effizienterer Ablauf – vorausgesetzt, die erforderlichen Unterlagen werden korrekt und rechtzeitig eingereicht. Besonders für Unternehmen, die grenzüberschreitend agieren, bringt diese Harmonisierung Vorteile bei Planung und Abwicklung.

Luftfracht bleibt stabil, aber nicht sorgenfrei

Europas Luftfracht verzeichnete Ende 2025 ein starkes Importwachstum, getrieben durch Nachfrage in Industriebereichen wie Chemie und Maschinenbau. Während sich die Kapazitäten weitgehend ausgeglichen darstellen, ist auf bestimmten Strecken mit Engpässen zu rechnen – insbesondere mit Blick auf das chinesische Neujahrsfest.

Die Preise zogen zum Jahresende saisonal an und unterliegen weiterhin Schwankungen durch volatile Kerosinpreise. Unternehmen mit zeitkritischer Fracht sollten frühzeitig Kapazitäten sichern und flexibel in der Routenplanung bleiben.

Neue Zollpflichten durch CO₂-Grenzausgleich

Mit dem Start der verbindlichen Phase des EU Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ab Januar 2026 gelten neue Pflichten für Importeure. Für bestimmte Waren wie Stahl, Zement oder Aluminium müssen nun CO₂-Zertifikate erworben werden – sofern bestimmte Mengenschwellen überschritten werden.

Zudem ist die Registrierung als CBAM-Erklärer verpflichtend, andernfalls drohen Verzögerungen oder Blockierungen an der Grenze.

Weitere regulatorische Änderungen betreffen das Import Control System 2 (ICS2), das jetzt verpflichtend für Sicherheitsmeldungen ist, sowie die auf Ende 2026 verschobene EU-Entwaldungsverordnung, die künftig strengere Sorgfaltspflichten mit sich bringt.

KI im E-Commerce: Chancen und Risiken

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz prägt 2026 zunehmend den E-Commerce. Chatbots übernehmen Einkaufsvorgänge, analysieren Kundenverhalten und geben personalisierte Empfehlungen. Während dies für Händler Effizienz und Umsatzpotenzial bringt, droht durch sogenannte Zero-Click-Suchen ein Rückgang des Website-Traffics.

Die Lösung liegt in KI-kompatiblen Produktfeeds und optimierten Datenstrukturen. Nur wer seine Verkaufsstrategien rechtzeitig anpasst, wird langfristig von der Entwicklung profitieren.

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