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Made on YouTube: Plattform für KI, Shopping und Creator Commerce

Ask YouTube Illustration
Foto: YouTube

Key takeaways

➟ Google baut YouTube mit KI-Suche, Shopping, Affiliate-Commerce und neuen Creator-Werkzeugen aus. Die Plattform soll Produktsuche, Content, Monetarisierung und Markenkooperationen künftig enger miteinander verbinden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Google baut YouTube deutlich über seine klassische Rolle als Videoplattform hinaus aus. Auf der Made on YouTube 2026 stellte der Konzern neue Funktionen für KI-gestützte Suche, Shopping, Creator-Monetarisierung, Videoproduktion und Livestreaming vor. Besonders stark investiert Google dabei in die Verbindung von Content, Produktempfehlungen und direkten Kaufmöglichkeiten.

Für Handel und Marken rückt YouTube damit näher an klassische Suchmaschinen, Vergleichsportale und Social-Commerce-Plattformen heran. Gleichzeitig erhält generative KI eine zentrale Rolle bei Navigation, Produktion und Vermarktung von Inhalten.

Ask YouTube wird zum Shopping-Assistenten

Mit neuen „Custom Feeds“ können Nutzer künftig per natürlicher Sprache eigene Empfehlungsfeeds definieren. Mehrere solcher Feeds lassen sich speichern und automatisch mit neuen passenden Videos aktualisieren. Der Start ist zunächst in den USA vorgesehen.

Auch Ask YouTube wird ausgebaut. Nutzer können während eines Videos Fragen zu Produkten stellen oder sich bei einer Produktsuche strukturierte Videoempfehlungen und Vergleiche anzeigen lassen. Damit verbindet YouTube konversationelle Suche unmittelbar mit Creator-Inhalten und Kaufentscheidungen.

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Affiliate-Programm wächst auf 35 Märkte

Parallel erweitert YouTube sein Shopping-Affiliate-Programm bis Ende 2026 auf 35 Länder. Creator können Produkte in Videos, Shorts und Livestreams markieren und bei Verkäufen Provisionen erhalten. Nach Unternehmensangaben nehmen bereits mehr als 1,3 Millionen Creator teil.

Produktlinks sollen bei internationalen Zuschauern künftig automatisch zu lokal verfügbaren Angeboten führen. Händler können außerdem spezielle Affiliate-Kampagnen mit zusätzlichen Provisionen oder Boni für Creator starten. Amazon-Produkte lassen sich bereits in den USA markieren, weitere Märkte sollen folgen.

Gemini übernimmt mehr Produktionsarbeit

Auch auf der Produktionsseite wird KI stärker integriert. Gemini Omni soll in Shorts und YouTube Create beim Schnitt unterstützen. Creator können per Sprachbefehl Szenen neu anordnen, Pausen entfernen, Musik synchronisieren oder erste Schnittfassungen erzeugen lassen.

YouTube Studio erhält ebenfalls zusätzliche KI-Werkzeuge. Dazu gehören Feedback zu Storytelling und Tempo, automatisch erzeugte Thumbnails sowie A/B-Tests für unterschiedliche Videoversionen. Gleichzeitig baut YouTube seine Likeness Detection aus und will künftig neben Gesichtern auch Stimmen erkennen, um unerlaubte KI-Imitationen besser aufzuspüren.

Livestreams und Shorts werden stärker monetarisiert

Für Livestreaming plant YouTube zusätzliche Interaktions- und Monetarisierungsfunktionen. Mit Live Showdowns sollen zwei Creator gegeneinander antreten können, während Zuschauer über Chats, Gifts und Super Chats Punkte vergeben. Für Anfang 2027 ist zudem Live Auto Dubbing angekündigt, das Livestreams in Echtzeit übersetzen soll.

Shorts werden gleichzeitig stärker für serielle Formate geöffnet. Mit Shorts Series lassen sich Kurzvideos künftig in Staffeln und Episoden gliedern. Laut YouTube erreichten sogenannte Microdramas allein im ersten Halbjahr 2026 mehr als 6,5 Milliarden Views.

YouTube professionalisiert Creator Commerce

Auch Kooperationen zwischen Creatorn und Marken sollen stärker über YouTubes eigene Infrastruktur laufen. Ask Studio unterstützt bei Brand Briefs, Pitches und Media Kits, während Marken leichter auf Leistungsdaten gesponserter Inhalte zugreifen und erfolgreiche Videos zusätzlich mit Werbebudget verstärken können.

Damit verschiebt sich YouTube zunehmend von einer reinen Werbeplattform zu einem umfassenderen Commerce-System. Produktsuche, Empfehlung, Creator-Inhalte, Affiliate-Links und Markenkooperationen werden enger miteinander verknüpft. Google versucht damit, einen größeren Teil der Creator-Commerce-Wertschöpfung innerhalb der eigenen Plattform abzubilden.

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