VF Corporation trennt sich von einer ihrer traditionsreichsten Marken: Das US-Unternehmen hat den Verkauf von Dickies an die New Yorker Beteiligungsgesellschaft Bluestar Alliance angekündigt. Der Kaufpreis beträgt 600 Millionen US-Dollar (rund 556 Mio. Euro) in bar. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2025 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden.
Ein amerikanisches Original wechselt den Besitzer
Dickies gilt seit über 100 Jahren als Inbegriff für strapazierfähige Arbeitskleidung und hat sich zugleich als feste Größe in der Streetwear etabliert. Mit weltweiter Präsenz in 55 Ländern ist die Marke sowohl bei Handwerkern als auch bei Modefans gefragt. Bluestar Alliance sieht in Dickies erhebliches Wachstumspotenzial. „Wir haben den Weg der Marke lange verfolgt und wollen ihre Geschichte und Authentizität künftig noch stärker nutzen“, sagte CEO Joseph Gabbay.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
VF fokussiert sein Portfolio
VF-Chef Bracken Darrell betonte, dass der Verkauf Teil einer klaren Strategie sei. „Wir überprüfen unser Markenportfolio kontinuierlich. Der Verkauf von Dickies reduziert unsere Verschuldung und stärkt die Grundlage für profitables Wachstum“, erklärte er. VF will sich künftig stärker auf Outdoor- und Lifestylemarken wie The North Face, Vans und Timberland konzentrieren.
Strategischer Ausbau bei Bluestar
Bluestar Alliance, die bereits zahlreiche Mode- und Lifestylemarken verwaltet und im letzten Jahr unter anderem Palm Angels und Off White von LVMH akquiriert hatte, will Dickies gezielt weiterentwickeln. Das Unternehmen betreibt über 500 Geschäfte weltweit und verfügt über ein breites Netz an Lizenznehmern. Damit sollen neue Vertriebskanäle erschlossen und die internationale Präsenz der Marke ausgebaut werden.
Mit der Übernahme endet für VF eine mehrjährige Phase der Neuausrichtung von Dickies. Unter neuer Führung soll die Traditionsmarke nun den nächsten Wachstumsschritt gehen.


