Westwing setzt im zweiten Quartal 2026 seinen Wachstumskurs fort und erzielt trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen deutliche Zuwächse. Der Home-&-Living-Anbieter steigert sowohl Handelsvolumen als auch Umsatz und treibt gleichzeitig seine strategischen Initiativen voran.
Deutliches Wachstum bei GMV und Umsatz
Das Gross Merchandise Volume erhöhte sich im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 127 Millionen Euro. Parallel dazu stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 113 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren insbesondere die Expansion in neue Märkte sowie erfolgreiche wiederkehrende Verkaufsaktionen.
Während das DACH-Segment moderat zulegte, entwickelte sich das internationale Geschäft deutlich dynamischer. Auch die Zahl aktiver Kunden wuchs zweistellig und unterstreicht die steigende Nachfrage nach dem Angebot.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Profitabilität durch Sondereffekte belastet
Das bereinigte EBITDA erreichte 5,4 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahr, jedoch unter Druck durch makroökonomische Faktoren. Insbesondere höhere Transportkosten und verändertes Konsumverhalten wirkten sich auf die Margen aus.
Zusätzlich belasteten einmalige Effekte im Zusammenhang mit der Umstellung auf neue Bestell- und Lagerverwaltungssysteme die Profitabilität im Quartal.
Cashflow durch Einmaleffekte negativ
Der Free Cashflow lag im zweiten Quartal bei minus 9,4 Millionen Euro. Hauptgrund war eine hohe Auszahlung im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsprogrammen. Trotz dieser Belastungen blieb die Nettoliquidität mit 68 Millionen Euro auf einem soliden Niveau.
Das Working Capital verbesserte sich deutlich und blieb weiterhin negativ, was auf eine effizientere Steuerung von Lagerbeständen und Verbindlichkeiten zurückzuführen ist.
Expansion und operative Fortschritte
Westwing treibt seine internationale Expansion weiter voran und ist inzwischen in 26 Ländern aktiv. Neue Märkte in Osteuropa sowie die erfolgreiche Entwicklung des UK-Geschäfts stärken die Wachstumsbasis.
Zudem investiert das Unternehmen in stationäre Präsenz mit neuen Stores sowie in die Modernisierung seiner Systeme. Der Wechsel auf SaaS-basierte Lösungen soll langfristig Effizienz und Liefergeschwindigkeit verbessern.
Prognose bestätigt und obere Zielspanne im Blick
Für das Gesamtjahr bestätigt Westwing seine Prognose und erwartet einen Umsatz zwischen 470 und 495 Millionen Euro. Aktuell geht das Management davon aus, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Trotz makroökonomischer Unsicherheiten sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um weiteres Wachstum zu erzielen und seine strategischen Ziele umzusetzen.



