Weltweit wird der Umsatz mit GenAI-Smartphones bis Ende 2025 voraussichtlich 298,2 Milliarden US-Dollar (rund 278 Mrd. Euro) erreichen. Das entspricht laut einer aktuellen Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner 20 Prozent der gesamten Ausgaben von Endanwendern für Künstliche Intelligenz.
GenAI-Smartphones sind laut Gartner Geräte mit einer integrierten Neural Engine oder einem sogenannten Neural Processing Unit (NPU), mit der sich kleine Sprachmodelle direkt auf dem Gerät ausführen lassen. Die Prognose bezieht sich sowohl auf Premiumgeräte als auch auf Smartphones unter 350 US-Dollar (rund 325 Euro), während einfache Utility-Smartphones ausgeschlossen sind, da ihnen die NPU-Funktionalität fehlt.
Rasantes Wachstum bis 2026 erwartet
Schon 2024 rechnet Gartner mit weltweit rund 260 Millionen ausgelieferten GenAI-Smartphones. Diese Zahl soll bis 2026 auf über 559 Millionen Geräte steigen. Parallel dazu klettert auch das Umsatzvolumen von gut 244 Milliarden Dollar (rund 227 Mrd. Euro) im Jahr 2024 auf fast 393 Milliarden Dollar (ca. 366 Mrd. Euro) im Jahr 2026 – ein Anstieg von 32 Prozent binnen eines Jahres.
Die zunehmende Integration von On-Device-KI sorgt für diesen Wachstumsschub: Alle großen Hersteller statten ihre neuen Modelle mit KI-Funktionen aus. Insbesondere Premium-Smartphones sollen laut Gartner bis 2029 durchgängig über GenAI-Funktionen verfügen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
NPUs als Schlüsseltechnologie für GenAI-Funktionen
„Durch den Einsatz neuer NPUs in Smartphones können GenAI-Modelle deutlich schneller und effizienter laufen“, sagt Ranjit Atwal, Senior Director Analyst bei Gartner. „Für ein optimales Nutzererlebnis wird jedoch neue Hardware benötigt – das beschleunigt die Erneuerungszyklen.“
Bereits 2025 sollen nahezu alle Premium-Geräte mit NPUs ausgestattet sein, bei den günstigeren GenAI-Smartphones wird ein Anteil von 41 Prozent erwartet. Bis 2027 sollen NPUs mit einer Rechenleistung von über 40 TOPS (Tera Operations per Second) in der Premiumklasse zum Standard werden. Damit lassen sich multimodale KI-Anwendungen in Echtzeit und ohne hohen Energieverbrauch auf dem Gerät selbst ausführen.
Gartner betont, dass die Nutzergewohnheiten sich im Zuge dieser technischen Entwicklung verändern werden. Statt wie bisher hauptsächlich Text- oder Touch-Eingaben zu nutzen, sollen sich Nutzer künftig stärker auf gesprochene und kontextbasierte Interaktionen mit der KI einlassen.


