Authentic Brands Group und Guess haben die Transaktion zur Privatisierung des US-Modeunternehmens erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge des Deals übernimmt Authentic 51 % der Rechte am geistigen Eigentum von Guess, während die restlichen 49 % bei den bisherigen Anteilseignern – darunter Maurice, Paul und Nicolai Marciano sowie CEO Carlos Alberini – verbleiben. Die operative Gesellschaft bleibt vollständig im Besitz des Guess-Managements und wird weiterhin eigenständig geführt.
Mit einem Einzelhandelsumsatz von rund 6 Milliarden US-Dollar zählt Guess künftig zu den größten Marken im Portfolio von Authentic. Die weltweiten Markenumsätze des US-Lizenzgiganten steigen damit auf insgesamt rund 38 Milliarden US-Dollar.
Geschäftsbetrieb bleibt unter Kontrolle des Guess?-Managements
Während sich die Eigentumsverhältnisse beim geistigen Eigentum ändern, bleibt der operative Betrieb unter Kontrolle des Guess-Managements. Das Unternehmen wird weiterhin von der Schweiz aus zentral gesteuert. Dort befinden sich wichtige Einheiten wie Design, Kreativleitung und Distribution. Damit soll die Verbindung zur Markenidentität aufrechterhalten bleiben.
Authentic-CEO Jamie Salter betont die Stärke der Marke Guess, die seit Jahrzehnten global präsent ist und dennoch ihre Identität bewahrt hat. Er lobt die Arbeit der Marciano-Brüder und des Guess-Teams, auf deren Fundament nun weiteres Wachstum aufgebaut werden soll.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Neue Wachstumschancen durch Authentics Plattform
Für die Guess-Führung ist die neue Eigentümerstruktur ein strategischer Schritt. Co-Founder Paul Marciano sieht in der Partnerschaft mit Authentic die Chance, die Marke auf ein neues Niveau zu heben. CEO Carlos Alberini hebt hervor, dass die neue Eigentümerstruktur mehr Flexibilität, zusätzliche Ressourcen und neue Wachstumsmöglichkeiten mit sich bringt. Der Fokus liege nun auf einer optimierten Geschäftsstrategie und internationaler Expansion.
Authentic-Manager Matt Maddox unterstreicht, dass Guess über die Authentic-Plattform Zugang zu neuen Märkten, Formaten und Erlebnissen erhält – darunter Studio-Content und immersive Markenwelten. Das Ziel sei es, die Kundenbindung weiter zu vertiefen und die globale Präsenz der Marke auszubauen.


