Die deutsche Schönheits- und Haushaltspflegebranche hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2026 moderat gesteigert. Insgesamt erzielten die Unternehmen laut einer Berechnungen des Branchenverbands IKW 19,1 Milliarden Euro und damit 2,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Wachstumsimpulse kamen vor allem aus dem Ausland. Nach Rückgängen im vergangenen Jahr stiegen die Exporterlöse wieder und entwickelten sich mit einem Plus von 3,8 Prozent deutlich dynamischer als das Inlandsgeschäft.
Inlandsgeschäft wächst um 1,4 Prozent
Auf dem deutschen Markt erreichte die Branche einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Schönheitspflegeprodukte legten dabei um 1,8 Prozent zu, während die Haushaltspflege auf dem Vorjahresniveau blieb. Innerhalb der Kosmetik verzeichneten Haut- und Gesichtspflegeprodukte mit sieben Prozent den stärksten Anstieg. Bei Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln entwickelten sich Weichspüler mit ebenfalls sieben Prozent am besten.
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Exportumsatz steigt auf 6,2 Milliarden Euro
Deutlich kräftiger entwickelte sich das internationale Geschäft. Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 3,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Beide großen Produktsegmente trugen zum Wachstum bei.
Die Exporte von Schönheitspflegeprodukten stiegen um 4,5 Prozent, bei Haushaltspflegeprodukten betrug das Plus 1,9 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Düfte und Haarpflegeprodukte, deren Auslandsumsätze jeweils um elf Prozent zunahmen.
Wasch- und Reinigungsmittel im Ausland gefragt
Auch bei Wasch- und Reinigungsmitteln entwickelte sich das Exportgeschäft positiv. Beide Produktgruppen erzielten jeweils sechs Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.
Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) wertet die Rückkehr des Exportwachstums als positives Signal. Geschäftsführer Thomas Keiser verweist zugleich auf die Bedeutung verlässlicher und wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen, damit die Unternehmen ihre internationalen Marktchancen nutzen und den deutschen Standort stärken können.






