Die Lookiero Outfittery Group hat sich im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde 17 Millionen Euro gesichert. Dies berichtet Fashionunited. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Marktposition im Bereich digitales Personal Shopping weiter stärken, technologische Innovationen vorantreiben und die Logistikstruktur in Europa ausbauen.
Strategisches Wachstum nach Fusion
Die Gruppe ist 2025 aus der Fusion des spanischen Anbieters Lookiero mit dem Berliner Unternehmen Outfittery hervorgegangen. Ziel der Zusammenlegung war es, die Kräfte auf dem europäischen Markt zu bündeln und ein führendes Unternehmen im Bereich KI-gestützter Styling-Dienste zu formen. Im vergangenen Jahr konnte die Gruppe bereits ein positives EBITDA erzielen und ihre IT- und Logistiksysteme vereinheitlichen. Inzwischen ist sie mit einer gemeinsamen Plattform in zwölf europäischen Märkten aktiv.
Ein zentraler Schritt war der Ausbau der Logistik-Infrastruktur: In Miranda de Ebro, in der spanischen Provinz Burgos, wurde ein neues Vertriebszentrum eröffnet. Mit rund 15.000 Quadratmetern vergrößerte sich die gesamte Lagerfläche der Gruppe auf knapp 25.000 Quadratmeter.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Fokus auf KI-gestützte Funktionen
Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von neuen Investoren wie Ekarpen Private Equity und der staatlich geförderten Sociedad Española para la Transformación Tecnológica (SETT), die dem spanischen Ministerium für digitalen Wandel untersteht und allein 7,25 Millionen Euro beisteuerte. Weitere Mittel stammen von bestehenden Investoren wie Acurio Ventures, Perwyn, Bonsai Partners und 10x Group.
Die Gruppe will mit dem frischen Kapital unter anderem neue KI-Funktionen entwickeln. Diese sollen sowohl die Personalisierung von Styling-Vorschlägen verbessern als auch Nachfrageprognosen und Beschaffungsplanung effizienter gestalten. Trotz zunehmender Automatisierung bleibt der menschliche Aspekt zentral: Personal Shopper und Stylisten sollen auch künftig ein wichtiger Bestandteil des Angebots bleiben.
CEO Oier Urrutia bezeichnete die Investition als „neue Etappe“ für das Unternehmen. Die technologische und logistische Integration ermögliche effizienteres Arbeiten und ein besseres Kundenerlebnis in ganz Europa.




