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Prada steigert Umsatz und treibt Transformation nach Versace-Übernahme

Prada Store auf der New York Fifth Avenue
Foto: Prada Group

Key takeaways

Die Prada Group steigert ihren Umsatz 2025 um 9 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro und stärkt ihr Markenportfolio durch die Übernahme von Versace. Miu Miu bleibt weiterhin der große Wachstumstreiber der Luxusgruppe.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Prada Group hat 2025 trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds erneut ein solides Ergebnis erzielt und ihre strategische Weiterentwicklung weiter vorangetrieben. Der Umsatz stieg laut Jahresbericht auf 5,718 Milliarden Euro und damit um neun Prozent zu konstanten Wechselkursen. Es war das fünfte Wachstumsjahr in Folge und das 20. aufeinanderfolgende Quartal mit Zuwächsen. Während die Marken Prada und Miu Miu ihre globale Strahlkraft weiter ausbauten, vollzog der Konzern im Dezember zudem die Übernahme von Versace – ein Schritt, der den Markenverbund langfristig stärken soll.

Umsatzwachstum und robuste Profitabilität

Der Einzelhandel blieb der wichtigste Wachstumsmotor: Mit 5,1 Milliarden Euro legten die Retail-Erlöse um neun Prozent zu, getragen von Like-for-Like-Zuwächsen und einem hohen Anteil an Vollpreisverkäufen. Miu Miu erwies sich erneut als dynamischster Markenpfeiler und steigerte seine Retail-Umsätze im Gesamtjahr um 35 Prozent. Prada selbst zeigte leichte Rückgänge, jedoch mit einer klaren Verbesserung im zweiten Halbjahr und einem positiven vierten Quartal. Die konzerneigene Produktion sowie eine starke kreative Performance sorgten weiterhin für hohe Nachfrage.

Auf operativer Ebene erzielte der Konzern einen bereinigten EBIT von 1,324 Milliarden Euro. Die operative Marge blieb trotz hoher Investitionen und belastender Wechselkurseffekte stabil. Der Jahresüberschuss stieg um zwei Prozent auf 852 Millionen Euro. Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich klar und untermauerte die solide Bilanz des Konzerns, der das Jahr mit einer Nettoverschuldung von 466 Millionen Euro beendete.

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Regionale Entwicklung und globale Markenstärke

Regional betrachtet wuchs die Prada Group in nahezu allen Märkten. Die Asia-Pacific-Region legte um elf Prozent zu, während Europa um fünf Prozent wuchs, trotz einer verhaltenen Entwicklung im zweiten Halbjahr. In Nord- und Südamerika stiegen die Umsätze um 18 Prozent, getragen von einer spürbar höheren Nachfrage lokaler Kundinnen und Kunden. Japan legte um drei Prozent zu, während der Nahe Osten um 15 Prozent wuchs – trotz anspruchsvoller Vergleichsbasis im Vorjahr.

Miu Miu stärkte seine kulturelle Präsenz weltweit mit viel beachteten Modeauftritten und Kampagnen rund um weibliche Identität, kreativen Ausdruck und gesellschaftlichen Diskurs. Prada selbst setzte auf ikonische Produktneuerungen, architektonisch geprägte Retail-Erlebnisse und Formate wie Prada Mode und Prada Frames, die die Marke im kulturellen Gespräch hielten.

Versace-Übernahme und strategische Neuaufstellung

Mit der am 2. Dezember 2025 abgeschlossenen Übernahme von Versace hat die Prada Group ihr Markenportfolio um eine komplementäre Luxusmarke erweitert. In der Übergangsphase wurden die Führungsstrukturen neu geordnet, unter anderem mit der Ernennung von Emmanuel Gintzburger zum CEO, Lorenzo Bertelli zum Executive Chairman und Pieter Mulier zum Creative Director.

Für 2026 rechnet der Konzern aufgrund der kreativen Neuausrichtung sowie der strategischen Schärfung des Vertriebs mit Umsatzeffekten nach unten. Parallel werden operative Synergien und Effizienzprogramme umgesetzt, um Versace mittelfristig profitabel zu positionieren. Die Rückkehr zu Margenwachstum wird ab 2027 erwartet.

Perspektive und Dividendenvorschlag

Trotz eines volatilen globalen Marktumfelds sieht die Prada Group ihre strategische Ausrichtung bestätigt: klare Markenprofile, starke Kreativleistungen und eine integrierte, qualitativ hochwertige Fertigung sollen weiterhin überdurchschnittliches Wachstum ermöglichen. Für 2026 erwartet das Management aufgrund der Versace-Konsolidierung einen vorübergehenden Margendruck, ab 2027 aber eine erneute Verbesserung. Die vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2025 liegt bei 0,166 Euro pro Aktie.

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