Amer Sports setzt sein starkes Wachstum fort und hebt nach einem über den eigenen Erwartungen liegenden zweiten Quartal die Prognose für 2026 an. Der Umsatz des Sportartikelkonzerns stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent auf 1,633 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt betrug das Plus 30 Prozent.
Getragen wurde die Entwicklung von allen drei Geschäftsbereichen sowie sämtlichen Regionen und Vertriebskanälen. Zu Amer Sports gehören unter anderem Arc’teryx, Salomon und Wilson.
Arc’teryx und Salomon wachsen kräftig
Technical Apparel steigerte den Umsatz um 32 Prozent auf 674 Millionen Dollar. Das Geschäft wurde insbesondere von Arc’teryx getragen. Die vergleichbaren Umsätze der eigenen Geschäfte und Onlineshops legten um 17 Prozent zu.
Outdoor Performance wuchs um 37 Prozent auf 569 Millionen Dollar. Hier sorgte insbesondere das Softgoods-Geschäft von Salomon für Dynamik. Ball & Racquet Sports erzielte mit 390 Millionen Dollar ein Umsatzplus von 24 Prozent, angetrieben vom Tennisgeschäft der Marke Wilson.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Operativer Gewinn mehr als verdreifacht
Noch stärker als der Umsatz entwickelte sich die Profitabilität. Der operative Gewinn erhöhte sich um 339 Prozent auf 192 Millionen Dollar. Bereinigt stieg er um 209 Prozent auf 208 Millionen Dollar.
Die bereinigte operative Marge verbesserte sich um 7,3 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Darin enthalten war allerdings ein positiver Effekt von 3,9 Prozentpunkten aus Netto-Zollerstattungen. Ohne diesen Sondereffekt weitete Amer Sports die operative Marge nach eigenen Angaben um mehr als drei Prozentpunkte aus.
Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn sprang um 489 Prozent auf 107 Millionen Dollar. Bereinigt erreichte er 127 Millionen Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,22 Dollar.
Lagerbestände steigen um 19 Prozent
Mit dem Wachstum erhöhten sich auch die Vorräte. Die Lagerbestände lagen zum Quartalsende bei 1,897 Milliarden Dollar und damit 19 Prozent über dem Vorjahreswert.
Amer Sports verfügte gleichzeitig über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 720 Millionen Dollar. Die vom Unternehmen ausgewiesene Nettoliquidität belief sich auf 573 Millionen Dollar.
Prognose für 2026 angehoben
Nach dem starken ersten Halbjahr erhöht Amer Sports seine Jahresziele. Für 2026 erwartet der Konzern nun ein berichtetes Umsatzwachstum von rund 24 Prozent. Wechselkurse sollen dazu 2,0 bis 2,5 Prozentpunkte beitragen.
Die bereinigte Bruttomarge soll 60,5 bis 61,0 Prozent erreichen. Für die bereinigte operative Marge erwartet das Management 14,2 bis 14,5 Prozent. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie soll zwischen 1,27 und 1,30 Dollar liegen.
Besonders hohe Wachstumsraten erwartet Amer Sports weiterhin bei Outdoor Performance mit 27 bis 28 Prozent sowie bei Technical Apparel mit 25 bis 26 Prozent. Für Ball & Racquet prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzplus von rund 14 Prozent.
Auch für das dritte Quartal bleibt der Konzern optimistisch. Erwartet wird ein Umsatzwachstum von 18 bis 20 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 0,31 und 0,33 Dollar.
CEO James Zheng sieht das Wachstum breit über Marken, Regionen und Vertriebskanäle abgestützt. Amer Sports will deshalb weiter in seine wichtigsten Wachstumstreiber Arc’teryx, Salomon Softgoods und Wilson Tennis investieren.






