Störungen in der Lieferkette von Bangladesch nach Europa zählen für Mode- und Lifestylemarken zu den größten Herausforderungen. Verzögerungen entstehen etwa durch eine überlastete Hafeninfrastruktur, politische Instabilität oder komplexe Zollprozesse. Auch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Dienstleistern erhöht das Risiko operativer Probleme.
Der globale Logistiker Maersk reagiert auf diese Hürden mit einer Kombination aus verlässlichen Seeverbindungen, verbesserten Logistikdienstleistungen und multimodalen Transportlösungen. Die regelmäßigen Abfahrten über Südostasien und Colombo sowie feste Liegeplätze im Hafen von Chittagong sollen die Vorhersehbarkeit der Transporte erhöhen. Zudem wird Mongla als alternativer Exporthafen in Spitzenzeiten genutzt.
Lösungen zur Optimierung am Ursprung
Ein Netzwerk aus sieben Konsolidierungspunkten mit über 88.000 Quadratmetern Fläche unterstützt laut Maersk Exporteure bei der Zusammenführung von Warenströmen unterschiedlicher Anbieter. Ergänzt wird dies durch spezielle Dienstleistungen wie Qualitätskontrollen, RFID-Scans oder die Lagerung hängender Bekleidung (GOH). Maersk bietet darüber hinaus eine eigene, zollkonforme Lagerfläche von 41.000 Quadratmetern zur sicheren Abwicklung hochwertiger Fracht.
Die Abfertigung von jährlich über 154.000 Zolldokumenten durch lokale Fachkräfte soll zudem eine schnelle Ausfuhr sicherstellen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Multimodale Ansätze für schnellere Laufzeiten
Für besonders zeitkritische Sendungen stehen auch Luftfrachtkapazitäten am Flughafen Dhaka zur Verfügung. In Kombination mit Seetransporten über Dubai bietet das sogenannte Sea-Air-Modell eine Laufzeit von etwa 15 bis 17 Tagen – eine relevante Option während Nachfragespitzen im Einzelhandel.
Auf etablierten Seehandelsrouten konnten durch den Aufbau eines neuen Ost-West-Netzwerks die durchschnittlichen Transitzeiten teils deutlich unter den Marktdurchschnitt gesenkt werden: So liegt etwa die Verbindung von Chittagong nach London bei 44 Tagen im Vergleich zu 60 Tagen im Marktmittel. Auch die Fahrten nach Hamburg, Rotterdam oder Valencia schneiden deutlich effizienter ab – bei teils doppelt so hoher Fahrplanverlässlichkeit wie bei Wettbewerbern.




