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Deutschland und Japan vertiefen Agrarhandel und Exportkooperation

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Japan
Foto: BMLEH

Key takeaways

Deutschland und Japan bauen ihre Zusammenarbeit im Agrarhandel aus. Neue Exportinitiativen, gemeinsame Strategien für Versorgungssicherheit und Innovationen wie Mikroalgen zeigen die wachsende Bedeutung internationaler Partnerschaften in einem dynamischen Marktumfeld.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Deutschland und Japan wollen ihre Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungssektor weiter ausbauen. Zum Auftakt einer Asienreise hat Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Tokio eine entsprechende Vereinbarung mit seinem japanischen Amtskollegen unterzeichnet.

Ausbau des bilateralen Agrarhandels

Im Mittelpunkt der Protokollerklärung steht laut Pressemitteilung des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die Intensivierung des Handels mit landwirtschaftlichen Produkten. Deutschland plant insbesondere, seine Exporte von Rotwein nach Japan zu steigern. Im Gegenzug will Japan seine Ausfuhren von Sake und Reis verstärken.

Beide Länder unterstreichen damit ihre enge wirtschaftliche Partnerschaft in einem zunehmend herausfordernden globalen Umfeld.

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Gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen

Die Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, instabiler Lieferketten und steigender Lebensmittelpreise. Auch der vergleichsweise niedrige Selbstversorgungsgrad Japans erhöht die Bedeutung internationaler Handelsbeziehungen.

Deutschland und Japan sehen in der vertieften Kooperation eine Möglichkeit, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu stärken.

Zusammenarbeit bei Tiergesundheit und Exportbedingungen

Ein weiterer Fokus liegt auf der Abstimmung regulatorischer Anforderungen im Agrarhandel. Beide Seiten wollen den wissenschaftlichen Austausch zur Regionalisierung im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest fortsetzen.

Ziel ist es, die Voraussetzungen für den Export von Schweinefleischprodukten weiter zu verbessern und Handelshemmnisse abzubauen.

Innovation und Krisenvorsorge im Blick

Neben dem Handel stehen auch Zukunftsthemen im Fokus der Reise. Dazu zählen Einblicke in das japanische Krisenmanagement sowie neue Ansätze in der Bioökonomie.

Besonders Mikroalgen gelten als vielversprechende Ressource für nachhaltige Lebensmittelproduktion und industrielle Anwendungen. Sie könnten künftig eine wichtige Rolle in der Versorgung und bei der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten spielen.

Weiterreise nach China geplant

Im Anschluss an den Japan-Besuch setzt der Bundesminister seine Reise in China fort. Dort sind weitere Gespräche zur Stärkung der agrarwirtschaftlichen Zusammenarbeit geplant.

Begleitet wird die Reise von einer Wirtschaftsdelegation, die zusätzliche Impulse für den internationalen Austausch im Agrar- und Ernährungssektor setzen soll.

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