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DHL Group übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal und hebt Jahresprognose an

Posttower der DHL Group
Foto: DHL Group

Key takeaways

Die DHL Group wächst im zweiten Quartal deutlich stärker als erwartet. Umsatz und Ergebnis legen kräftig zu, insbesondere im Expressgeschäft. Der Konzern hebt daraufhin seine Jahresprognose an und rechnet nun mit einem EBIT von über 6,5 Milliarden Euro.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 eine deutlich stärkere Geschäftsentwicklung als erwartet verzeichnet und reagiert darauf mit einer Anhebung ihrer Jahresprognose. Vorläufige Zahlen zeigen ein kräftiges Umsatzwachstum sowie eine überdurchschnittliche Ergebnissteigerung, getragen vor allem vom Expressgeschäft.

Deutlicher Wachstumsschub im zweiten Quartal

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Konzernumsatz um mehr als zehn Prozent zu. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis (EBIT) auf rund 1,85 Milliarden Euro – ein Plus von etwa 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die positive Entwicklung ist vor allem auf eine wieder anziehende Nachfrage sowie auf eine verbesserte Kostenstruktur zurückzuführen. Im Vorjahr hatte das Geschäft noch unter handelspolitischen Unsicherheiten und Zollthemen gelitten.

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DHL Express als zentraler Ergebnistreiber

Besonders stark entwickelte sich die Division DHL Express. Hier erhöhte sich das EBIT auf rund 1,2 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Neben höheren Transportvolumina profitierte der Bereich auch von Kapazitätsengpässen im Luftfrachtmarkt, die sich positiv auf die Preisentwicklung auswirkten.

Diese Kombination aus höherer Auslastung und günstigen Marktbedingungen sorgte für einen erheblichen Ergebnisbeitrag innerhalb des Konzerns.

Unterschiedliche Entwicklung in den Geschäftsbereichen

Auch andere Sparten konnten ihre Ergebnisse teilweise verbessern. DHL Global Forwarding steigerte das operative Ergebnis moderat und profitierte von einer aktiven Steuerung des volatilen Marktumfelds.

DHL Supply Chain blieb trotz eines Rückgangs unter dem Vorjahreswert auf solidem Niveau, wobei frühere Einmaleffekte den Vergleich verzerren. Im Bereich eCommerce fiel das Ergebnis leicht niedriger aus, während Post & Paket Deutschland ebenfalls einen Rückgang verzeichnete.

Kostenmaßnahmen zeigen Wirkung

Positiv wirkte sich konzernweit die fortgesetzte Umsetzung des Programms „Fit for Growth“ aus. Die gesenkte Kostenbasis trug maßgeblich dazu bei, dass das Ergebnis stärker als von Marktbeobachtern erwartet ausfiel.

Prognose für 2026 angehoben

Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung hebt das Management seine Erwartungen für das Gesamtjahr an. Das Konzern-EBIT soll nun über 6,5 Milliarden Euro liegen, nachdem zuvor mehr als 6,2 Milliarden Euro prognostiziert worden waren.

Auch für die DHL-Divisionen wurde die Prognose angehoben. Für den Bereich Post & Paket Deutschland sowie die zentralen Funktionen bleiben die Erwartungen unverändert.

Ausblick bleibt von Rahmenbedingungen abhängig

Die neue Prognose steht unter der Annahme, dass sich das geopolitische Umfeld nicht weiter verschlechtert. Unsicherheiten etwa durch Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen könnten weiterhin Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die vollständigen Quartalszahlen will der Konzern wie geplant Anfang August vorlegen.

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