Die Handelsbilanz der Eurozone hat sich im Mai 2026 laut Eurostat deutlich verschlechtert. Statt eines Überschusses wie im Vorjahr wurde ein klares Defizit verzeichnet, was vor allem auf stark gestiegene Importe zurückzuführen ist.
Eurozone rutscht ins Minus
Im Mai 2026 verzeichnete die Eurozone ein Handelsdefizit von 7,8 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Überschuss von 15,0 Milliarden Euro bestanden. Während die Exporte mit rund 243,6 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau blieben, legten die Importe deutlich zu und erreichten 251,4 Milliarden Euro. Haupttreiber dieser Entwicklung war insbesondere der kräftige Anstieg der Einfuhren.
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Energieimporte belasten die Bilanz
Die Verschlechterung der Handelsbilanz ist vor allem auf ein wachsendes Defizit im Energiesektor zurückzuführen. Gleichzeitig gingen die Überschüsse in wichtigen Industriebereichen wie Maschinenbau, Fahrzeugindustrie sowie Chemie zurück. Diese Kombination führte zu einer deutlichen Eintrübung der Außenhandelsentwicklung.
Deutlicher Rückgang im Jahresverlauf
Auch im Zeitraum von Januar bis Mai zeigt sich ein klarer Trendwechsel. Der zuvor hohe Überschuss der Eurozone schrumpfte erheblich und liegt nur noch im niedrigen einstelligen Milliardenbereich. Während die Exporte im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen, nahmen die Importe weiter zu, was den positiven Saldo nahezu vollständig aufzehrte.
EU insgesamt ebenfalls im Defizit
Nicht nur die Eurozone, sondern auch die Europäische Union insgesamt weist eine negative Handelsbilanz auf. Im Mai 2026 lag das Defizit bei 12,1 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Überschuss erzielt worden war. Auch hier entwickelten sich die Importe deutlich dynamischer als die Exporte.
Handelspartner und Produktgruppen im Fokus
Besonders auffällig sind Veränderungen im Handel mit wichtigen Partnern. Während sich Überschüsse gegenüber einigen Ländern verringerten, stiegen gleichzeitig die Defizite etwa im Handel mit China. Zudem zeigt sich bei den Produktgruppen, dass vor allem Energieimporte stark zulegten, während Industriegüter teilweise schwächere Exportzahlen aufwiesen.





