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Immer mehr Haushalte investieren wieder in die Energiewende

Mann mit Solar Panel auf einem Dach
Foto: Kindel Media / Pexels

Key takeaways

Die Bereitschaft der deutschen Haushalte, in Klimaschutz und Energiewendetechnologien zu investieren, ist 2026 deutlich gestiegen. Vor allem Photovoltaikanlagen und Elektroautos legen kräftig zu.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Bereitschaft der Menschen in Deutschland, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, hat im Jahr 2026 deutlich zugenommen. Laut dem aktuellen KfW-Energiewendebarometer wollen 66 Prozent der Haushalte einen eigenen Beitrag leisten – sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig steigt die Verbreitung klimafreundlicher Technologien weiter an. Besonders Photovoltaikanlagen und Elektroautos verzeichnen kräftige Zuwächse, während Einkommens- und Wohnverhältnisse weiterhin maßgeblich über die Teilhabe an der Energiewende entscheiden.

Mehr Haushalte setzen auf Energiewendetechnologien

Rund 14 Millionen Haushalte und damit 34 Prozent aller Haushalte nutzen inzwischen mindestens eine Energiewendetechnologie. Innerhalb eines Jahres kamen rund 1,1 Millionen neue Nutzer hinzu. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Zuwachs noch bei etwa 800.000 Haushalten.

Zu den erfassten Technologien zählen Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Solarthermie, Batteriespeicher, Holzpelletheizungen sowie Elektroautos. Weitere fünf Prozent der Haushalte planen laut KfW Research innerhalb der kommenden zwölf Monate erstmals eine entsprechende Investition.

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Photovoltaik und Elektroautos treiben Entwicklung

Besonders stark wächst die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeugen. Bereits 18 Prozent der Haushalte verfügen über eine Aufdach-Photovoltaikanlage, nach 16 Prozent im Vorjahr. Mehr als jede zweite Anlage wird inzwischen gemeinsam mit einem Batteriespeicher betrieben, wodurch der selbst erzeugte Strom effizienter genutzt werden kann.

Auch Elektroautos gewinnen weiter an Bedeutung. Der Anteil der Haushalte mit einem batterieelektrischen Fahrzeug oder Plug-in-Hybrid stieg innerhalb eines Jahres von sieben auf zehn Prozent. Insgesamt haben inzwischen 53 Prozent der Haushalte Zugang zu grünem Strom – im Vorjahr waren es noch 47 Prozent.

Eigentümer profitieren deutlich stärker als Mieter

Die Beteiligung an der Energiewende bleibt stark von der Wohnsituation abhängig. In selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern verwenden 59 Prozent der Haushalte mindestens eine Energiewendetechnologie. Bei Mietwohnungen liegt dieser Anteil dagegen lediglich bei 15 Prozent.

Auch das Einkommen spielt weiterhin eine entscheidende Rolle. Während im einkommensstärksten Viertel der Haushalte mehr als die Hälfte mindestens eine entsprechende Technologie nutzt, liegt der Anteil im einkommensschwächsten Viertel bei lediglich 20 Prozent. Nach Einschätzung der KfW sind gezielte Förderprogramme notwendig, damit auch finanzschwächere Haushalte von der Transformation profitieren können.

Klimaschutz bleibt wichtiges Investitionsthema

Für das Energiewendebarometer befragte KfW Research zwischen Dezember 2025 und April 2026 mehr als 4.300 Haushalte repräsentativ in Deutschland. 84 Prozent der Befragten halten Klimaschutz weiterhin für wichtig oder sehr wichtig. Nach Einschätzung der KfW hat insbesondere der außergewöhnlich heiße Sommer 2026 das Bewusstsein für die Notwendigkeit weiterer Investitionen in klimafreundliche Technologien gestärkt.

Trotz der positiven Entwicklung werden weiterhin 63 Prozent der Haushalte mit Gas oder Öl beheizt. Wärmepumpen kommen bislang in neun Prozent der Haushalte zum Einsatz. Die KfW sieht deshalb weiterhin erheblichen Handlungsbedarf, um die Energiewende breiter in der Gesellschaft zu verankern.

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