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Arbeitsmarkt: Rund 4 Millionen Menschen arbeiten nachts in Deutschland

Containerschiff bei Nacht im Hamburger Hafen
Foto: 4kclips / depositphotos.com

Key takeaways

Rund 4 Millionen Erwerbstätige in Deutschland arbeiten nachts. Besonders verbreitet ist Nachtarbeit in Luftfahrt, Sicherheit, Logistik und Industrie, während sie in IT, Bildung und Baugewerbe deutlich seltener vorkommt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

In Deutschland leisten weiterhin Millionen Erwerbstätige Nachtarbeit. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts arbeiteten im Jahr 2024 rund 4,0 Millionen Menschen zumindest gelegentlich zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Das entspricht einem Anteil von 9,3 Prozent aller Erwerbstätigen.

Deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Nachtarbeit ist ungleich verteilt: Während 11,7 Prozent der Männer nachts arbeiten, liegt der Anteil bei Frauen bei 6,5 Prozent. Damit ist Nachtarbeit bei Männern nahezu doppelt so verbreitet.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Besonders häufig arbeiten jüngere und mittelalte Erwerbstätige nachts. In der Altersgruppe bis 34 Jahre liegt der Anteil bei 10,6 Prozent, bei den 35- bis 54-Jährigen bei 9,6 Prozent. Ab 55 Jahren sinkt er auf 7,4 Prozent.

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Branchenabhängigkeit besonders ausgeprägt

Wie verbreitet Nachtarbeit ist, hängt stark von der jeweiligen Branche ab. Besonders hoch ist der Anteil in der Luftfahrt, wo 42,6 Prozent der Beschäftigten zumindest gelegentlich nachts arbeiten.

Ebenfalls stark betroffen sind Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien mit 40,2 Prozent. In der Metallerzeugung und -bearbeitung liegt der Anteil bei 31,1 Prozent.

Weitere Branchen mit überdurchschnittlich vielen Nachtarbeitenden sind Logistik- und Verkehrsdienstleistungen (18,6 Prozent), das Gesundheitswesen (17,6 Prozent) sowie die Gastronomie (13,9 Prozent).

Geringe Nachtarbeit in wissensintensiven Bereichen

Deutlich seltener kommt Nachtarbeit in anderen Bereichen vor. In vorbereitenden Baustellenarbeiten und im Ausbaugewerbe liegt der Anteil bei lediglich 1,8 Prozent.

Auch in IT-Dienstleistungen (3,6 Prozent) sowie in Erziehung und Unterricht (3,8 Prozent) spielt Nachtarbeit nur eine untergeordnete Rolle.

Strukturelle Bedeutung bleibt hoch

Die Zahlen zeigen, dass Nachtarbeit in vielen systemrelevanten Branchen weiterhin unverzichtbar ist. Insbesondere in Bereichen mit kontinuierlichem Betrieb oder sicherheitsrelevanten Aufgaben bleibt sie ein zentraler Bestandteil der Arbeitswelt.

Mit Blick auf demografische Entwicklungen und Arbeitsbedingungen dürfte die Organisation von Nachtarbeit auch künftig ein wichtiges Thema für Unternehmen und Politik bleiben.

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