Immer mehr Konsumenten entdecken und kaufen Produkte direkt über soziale Plattformen. Laut einer Analyse von NIQ erwirbt inzwischen rund jeder dritte Verbraucher in westlichen Märkten Artikel, die er zuvor auf Social Media gesehen hat. Die auf dem Global Summit des The Consumer Goods Forum präsentierten Ergebnisse verdeutlichen, wie stark künstliche Intelligenz den globalen Handel verändert.
KI verändert Kaufentscheidungen grundlegend
Künstliche Intelligenz wirkt längst nicht mehr nur unterstützend im Handel, sondern beeinflusst zunehmend aktiv die Kaufentscheidungen. Produktempfehlungen, personalisierte Inhalte und automatisierte Ausspielungen führen dazu, dass Konsumenten Produkte immer häufiger entdecken, ohne gezielt danach zu suchen. Der Einkauf wird damit stärker erlebnis- und inhaltsgetrieben.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Globale Handelsmodelle wachsen zusammen
Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die Annäherung internationaler Handelsmodelle. Formate wie Live-Shopping, Social Commerce und Quick-Commerce, die in Asien bereits etabliert sind, gewinnen auch im Westen zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig bringen westliche Märkte ihre Stärken in Bereichen wie Retail Media, Datenanalyse und Messsysteme ein. KI führt diese Ansätze zusammen und schafft ein zunehmend vernetztes globales Ökosystem.
Großes Wachstumspotenzial in Europa
Trotz des starken Trends ist die Nutzung neuer Handelsformate in Europa noch nicht flächendeckend. Rund zwei Drittel der Verbraucher greifen bislang nicht auf Social- oder Quick-Commerce-Angebote zurück. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz deutlich, da Konsumenten zunehmend Wert auf nahtlose, schnelle und personalisierte Einkaufserlebnisse legen. Für Händler und Marken eröffnet sich damit erhebliches Wachstumspotenzial.
Wettbewerb verschiebt sich Richtung Integration
Die Konvergenz der Modelle verändert die Wettbewerbsregeln im Handel. Während asiatische Anbieter auf integrierte Plattformen setzen, die Inhalte, Bezahlung und Logistik vereinen, arbeiten westliche Märkte stärker mit fragmentierten Strukturen. KI verbindet diese Ansätze zunehmend. Erfolgreich sind künftig vor allem Unternehmen, die Daten, Inhalte und Vertrieb intelligent verknüpfen und ihre Strategien flexibel anpassen.


