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ifo-Institut zieht Fazit: Tankrabatt kam nicht vollständig bei Verbrauchern an

Mann beim Tanken eines PKW
Foto: Engin Akyurt / Pexels

Key takeaways

Der Tankrabatt, der zum 01. Juli ausläuft, wurde laut ifo Institut nicht vollständig weitergegeben. Besonders Dieselkunden profitierten weniger von der staatlichen Entlastung. Ein Preisanstieg von Kraftstoffen ab Juli wird erwartet.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der staatliche Tankrabatt hat die Autofahrer in Deutschland zwar spürbar entlastet, wurde jedoch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Das zeigen kurz vor Auslaufen der Maßnahme aktuelle Berechnungen des ifo Instituts.

Weitergabe je nach Kraftstoff unterschiedlich

Demnach lagen die Preise für Kraftstoffe Ende Juni deutlich unter Vergleichswerten im Ausland ohne Tankrabatt. Für Super E5 betrug die Differenz rund 17 Cent pro Liter, bei Super E10 etwa 16 Cent und bei Diesel lediglich 12 Cent.

Während der Rabatt bei Benzin nahezu vollständig bei den Verbrauchern ankam, fiel die Weitergabe beim Diesel mit etwa 73 Prozent deutlich geringer aus. Ein Teil der staatlichen Entlastung wurde somit nicht an die Kunden weitergereicht.

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Ohne Rabatt wären Preise deutlich höher gewesen

Nach Einschätzung der ifo-Forscher hätte der Preis für Superbenzin ohne staatlichen Eingriff im gesamten Juni im Tagesdurchschnitt über zwei Euro pro Liter gelegen.

Der Tankrabatt habe somit grundsätzlich seine entlastende Wirkung entfaltet, auch wenn sie nicht vollständig durchgereicht wurde.

Preisanstieg nach Auslaufen erwartet

Mit dem Auslaufen der Maßnahme zum 30. Juni rechnen Experten wieder mit steigenden Kraftstoffpreisen. Wie stark diese ausfallen, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Ölpreise ab.

Zuletzt waren die Preise für Rohöl gesunken, was auch die Kraftstoffpreise leicht gedrückt hat.

Kritik an Kosten und Wirkung

Aus Sicht der ifo-Forscher ist das Ende des Tankrabatts dennoch sinnvoll. Die Maßnahme habe den Staat rund 1,6 Milliarden Euro gekostet und sei damit sehr teuer gewesen.

Die unvollständige Weitergabe – insbesondere beim Diesel – deutet darauf hin, dass ein Teil der Entlastung bei den Mineralölunternehmen verblieben ist.

Ausblick abhängig von geopolitischer Lage

Für die weitere Preisentwicklung spielt auch die internationale Politik eine wichtige Rolle. Sollte es zu einer Entspannung im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran kommen, könnte sich der Ölpreis stabilisieren und damit auch die Kraftstoffpreise wieder normalisieren.

Der Tankrabatt zeigt damit exemplarisch die Grenzen staatlicher Eingriffe in volatile Märkte: Zwar lassen sich kurzfristige Entlastungen erzielen, deren vollständige Weitergabe an Verbraucher bleibt jedoch nicht garantiert.

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