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Weihnachtsgeschäft unter Druck: Konsumverzicht, politische Sorgen und KI

Paar im Weihnachtslook beim Online-Shopping per Smartphone
Foto: Julia Larson / Pexels

Key takeaways

Trotz gedämpfter Konsumlaune bleibt das Weihnachtsbudget 2025 stabil. Händler müssen Vertrauen und Preislogik gezielt einsetzen, um zögerliche Kunden zu aktivieren. KI und Nachhaltigkeit bieten Chancen – aber nur, wenn sie transparent und kosteneffizient integriert werden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz politischer Unsicherheit und sinkender Passantenfrequenz in den Innenstädten zeigt sich das Weihnachtsgeschäft 2025 widerstandsfähig. Zwar ist die Konsumfreude spürbar gedämpft, doch das verfügbare Budget bleibt stabil – vorausgesetzt, Händler reagieren mit klarer Preisstrategie, Vertrauen und technologischem Fingerspitzengefühl.

Laut der aktuellen Studie von BearingPoint und dem IIHD Institut bestimmen Angsttreiber wie innenpolitische Unsicherheiten, Migration und globale Konflikte maßgeblich das Konsumverhalten. Die daraus resultierende Zurückhaltung schlägt sich in rückläufigen Impulskäufen, intensiveren Preisvergleichen und einer allgemein rationaleren Einkaufsweise nieder. Besonders kritisch: 63 Prozent der Befragten bewerten die Politik der Bundesregierung für 2026 als falsch – ein klares Signal für fehlendes Vertrauen in die Zukunft.

Rational statt impulsiv: Konsumenten kaufen überlegt

Während Innenstädte wie Hamburg, Bonn oder Essen teils starke Rückgänge bei der Besucherfrequenz verzeichnen, bleiben die Budgets relativ konstant. Mit durchschnittlich 539 Euro liegt das Weihnachtsbudget zwar leicht unter dem Vorjahr, eröffnet aber dennoch erhebliches Potenzial für einen starken Jahresendspurt – zum ersten Advent waren gerade einmal 45 Prozent dieses Budgets ausgeschöpft.

Ein Blick auf die Konsumtypen offenbart ein weiteres Paradoxon: Die größte Gruppe – die sogenannten „Sparer“ – plant im Schnitt sogar höhere Budgets. Das unterstreicht den Trend zu selektivem Konsum, bei dem Geschenke wohlüberlegt, aber keineswegs ausgelassen gekauft werden. Entscheidend ist für Händler nun die Fähigkeit, mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und emotionalen Mehrwerten Kaufanreize zu setzen.

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KI als Helfer, nicht als Blackbox

Die Studie zeigt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Handel inzwischen zur Normalität gehört. 92 Prozent der Befragten haben bereits KI-Elemente wie personalisierte Empfehlungen oder Chatbots wahrgenommen, 61 Prozent empfinden sie als hilfreich. Doch klar ist auch: Vertrauen und Transparenz sind unerlässlich.

Die Erwartungen an den verantwortungsvollen Umgang mit KI sind hoch – 84 Prozent wollen wissen, wann und wie KI im Verkaufsprozess eingesetzt wird. Nur wer diese Informationen offen kommuniziert und den Kundennutzen in den Vordergrund stellt, kann KI erfolgreich als Differenzierungsfaktor nutzen. Gerade im hektischen Weihnachtsgeschäft können intelligente Systeme helfen, Orientierung zu bieten, Produkte zu filtern und Kaufentscheidungen zu erleichtern.

Zwischen Nachhaltigkeit und Preissensibilität

Neben Technologie bleibt Nachhaltigkeit ein zentrales Thema, verliert aber an finanzieller Durchschlagskraft. Zwar halten 56 Prozent Nachhaltigkeit für relevant, doch nur ein Fünftel ist bereit, dafür mehr zu zahlen. Ähnlich verhält es sich mit ökologischen Aspekten, die zwar als wichtig erachtet, aber nicht aktiv mit höheren Preisen honoriert werden.

Für Händler bedeutet das: Umweltfreundliche Angebote müssen kosteneffizient integriert werden – sei es über nachhaltige Verpackungen oder lokale Sortimente. Glaubwürdigkeit ist hier der Schlüssel, um Kundenbedürfnisse zu bedienen, ohne sie finanziell zu überfordern.

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