Der Sportartikelriese adidas hat im zweiten Quartal 2026 ein starkes Wachstum erzielt und erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Quartalsumsatz von mehr als 6,7 Milliarden Euro erreicht. Getrieben wurde die Entwicklung von einer hohen Nachfrage nach Produkten, einer erfolgreichen Markenstrategie und einem dynamischen Direct-to-Consumer-Geschäft.
Rekordumsatz und zweistelliges Wachstum
Der währungsbereinigte Umsatz stieg im zweiten Quartal um 14 Prozent. In Euro legte der Umsatz um 13 Prozent auf 6,74 Milliarden Euro zu und markierte damit einen neuen Höchstwert. Auch im ersten Halbjahr setzte sich diese Dynamik fort: Hier wuchs der Umsatz ebenfalls um 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro.
Parallel dazu verbesserte sich das Betriebsergebnis im Quartal um fünf Prozent auf 574 Millionen Euro. Trotz deutlich gestiegener Marketingausgaben blieb die Profitabilität stabil. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich um sechs Prozent auf 398 Millionen Euro.
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Direct-to-Consumer treibt Nachfrage weltweit
Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt der Direct-to-Consumer-Kanal. Der Umsatz in diesem Bereich stieg im zweiten Quartal um 25 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der E-Commerce mit einem Plus von 27 Prozent, während der eigene Einzelhandel um 23 Prozent zulegte.
Die starke Nachfrage zeigte sich in allen Märkten. Vor allem China, Nordamerika und Lateinamerika verzeichneten zweistellige Zuwächse. Auch Europa wuchs, wenn auch moderater, da adidas weiterhin einen vorsichtigen Ansatz im Großhandel verfolgt.
Performance-Segment mit starkem Schub
Das Performance-Geschäft entwickelte sich besonders dynamisch und legte um 39 Prozent zu. Wachstumstreiber waren vor allem Fußball und Running, unterstützt durch erfolgreiche Produktinnovationen und hohe Sichtbarkeit rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.
Auch im Lifestyle-Bereich blieb die Nachfrage stabil. Besonders die Originals-Kollektionen sowie ikonische Schuhmodelle trugen zur positiven Entwicklung bei. Gleichzeitig hielt das Unternehmen an seiner Strategie fest, Produkte verstärkt zum vollen Preis zu verkaufen.
Investitionen in Marke und Infrastruktur steigen
Die Bruttomarge verbesserte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 52,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte adidas seine Marketingausgaben deutlich, insbesondere im Zusammenhang mit globalen Kampagnen rund um die Fußball-WM.
Die Marketing- und Point-of-Sale-Ausgaben stiegen um 30 Prozent auf 924 Millionen Euro. Insgesamt investierte das Unternehmen massiv in Markenaufbau, Produktlancierungen und globale Aktivierungen, um die starke Nachfrage weiter zu unterstützen.
Prognose für Gesamtjahr angehoben
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hat adidas seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen neun und zehn Prozent.
Das Betriebsergebnis soll weiterhin rund 2,3 Milliarden Euro erreichen. Gleichzeitig plant adidas, seine Investitionen in Marketing, Vertrieb und Partnerschaften fortzusetzen, um die Markendynamik langfristig zu stärken.






