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Bundesregierung startet Aktionsprogramm für die Kreislaufwirtschaft

Symbol fuer Kreislaufwirtschaft
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Rohstoffe effizienter nutzen, Recycling stärken und digitale Produktpässe etablieren: Mit zwölf Maßnahmen und 260 Millionen Euro Förderung will die Bundesregierung die Kreislaufwirtschaft beschleunigen und neue Wachstumsimpulse für Unternehmen schaffen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Bundesregierung will den Umbau hin zu einer stärkeren Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Mit einem neuen Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sollen bis Ende 2027 zwölf zentrale Maßnahmen umgesetzt werden, um Rohstoffe effizienter zu nutzen, Wertstoffkreisläufe zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken.

Für die Umsetzung der Strategie stehen bis 2029 insgesamt 260 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Das Programm soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Einrichtungen stärker vernetzen und Investitionen in zirkuläre Geschäftsmodelle fördern.

Zwölf Maßnahmen bis Ende 2027 geplant

Kern des Aktionsprogramms ist die Umsetzung eines Maßnahmenpakets, das verschiedene Bereiche der Kreislaufwirtschaft adressiert. Dazu gehören die Förderung von Recyclingtechnologien, die Verbesserung von Materialkreisläufen sowie die stärkere Nutzung von Sekundärrohstoffen.

Zudem soll eine zentrale Plattform entstehen, auf der Unternehmen, Verbände, Wissenschaft und Politik gemeinsam an der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft arbeiten. Ergänzt wird dies durch das Förderprogramm „Zukunft Kreislaufwirtschaft“, das innovative Projekte und neue Geschäftsmodelle unterstützen soll.

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Digitalisierung als Schlüsseltechnologie

Besondere Bedeutung kommt der Digitalisierung zu. Digitale Produktpässe sollen künftig Informationen über Materialzusammensetzung, Reparaturmöglichkeiten und Recyclingwege bereitstellen. Dadurch können Produkte länger genutzt, einfacher repariert und effizienter wiederverwertet werden.

Geplant ist außerdem der Aufbau eines sogenannten Circular Economy Information Ecosystems. Dieses digitale Informationssystem soll Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinander vernetzen und den Austausch relevanter Daten erleichtern.

Branchenvertreter sehen darin eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Stoffkreisläufe und neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Wirtschaft und öffentliche Hand in der Verantwortung

Neben technologischen Lösungen setzt die Strategie auf wirtschaftliche Anreize. Gefordert werden einheitliche Datenstandards, praktikable Schnittstellen und verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Auch die öffentliche Beschaffung soll künftig stärker auf Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet werden. Langlebige, reparierbare und recyclingfähige Produkte könnten bei Ausschreibungen eine größere Rolle spielen und zusätzliche Nachfrage nach zirkulären Angeboten schaffen.

Damit soll die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion übernehmen und Investitionen in ressourcenschonende Technologien unterstützen.

Schnelle Umsetzung entscheidet über Erfolg

Mit dem Aktionsprogramm setzt die Bundesregierung ein wirtschafts- und umweltpolitisches Signal. Ziel ist es, Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren, Wertschöpfung im Land zu halten und gleichzeitig Klima- sowie Ressourcenschutz voranzutreiben.

Branchenverbände wie Bitkom begrüßen die strategische Ausrichtung grundsätzlich. Entscheidend sei nun jedoch die zügige Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Nur durch klare Rahmenbedingungen und Planungssicherheit könne die Kreislaufwirtschaft ihr wirtschaftliches und ökologisches Potenzial vollständig entfalten.

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