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UK: Aldi startet mit Deliveroo Lebensmittel-Lieferdienst

Deliveroo Fahrer beim Bezahlen bei ALDI
Foto: Deliveroo

Key takeaways

➟ Aldi testet ab Oktober in Großbritannien einen neuen On-Demand-Lieferdienst mit Deliveroo. Beim Modell Shop & Deliver übernehmen Fahrer Einkauf, Bezahlung und Zustellung direkt aus der Filiale.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Aldi startet in Großbritannien eine neue Partnerschaft mit Deliveroo und testet ab Anfang Oktober einen On-Demand-Lieferdienst für Lebensmittel. Zum Auftakt wird das Angebot in acht Filialen eingeführt, unter anderem in Norwich, Ipswich, Tamworth, Letchworth Garden City sowie an vier Standorten in Kent. Eine Ausweitung auf weitere Märkte ist laut Deliveroo für Anfang 2027 geplant.

Aldi ist dabei der erste Discounter, der Deliveroos neuen Service „Shop & Deliver“ nutzt. Anders als bei klassischen Plattformmodellen kommissionieren nicht die Filialmitarbeiter die Bestellungen, sondern teilnehmende Deliveroo-Fahrer übernehmen Einkauf, Bezahlung und Zustellung.

Fahrer übernehmen Einkauf direkt in der Filiale

Bei „Shop & Deliver“ erhalten Fahrer die bestellten Produkte über die Deliveroo-App in einer optimierten Reihenfolge angezeigt. Die Artikel werden im Markt gesucht, per Smartphone gescannt und anschließend mit einer vorausbezahlten Rider Card bezahlt.

Nicht verfügbare Produkte können direkt während des Einkaufs markiert werden. Nach Abschluss des Einkaufs liefern die Fahrer die Bestellung unmittelbar an die Kunden aus.

Für Aldi liegt der operative Vorteil darin, dass die bestehenden Filialabläufe kaum verändert werden müssen. Die Beschäftigten sollen sich weiterhin auf den normalen Store-Betrieb konzentrieren können, während Deliveroo den zusätzlichen Kommissionierungsprozess übernimmt.

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Sortiment reicht bis zu Specialbuys

Über den Dienst sollen Kunden auf ein breites Aldi-Sortiment zugreifen können. Dazu zählen frische Lebensmittel, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Brot und Haushaltswaren.

Auch Produkte aus der bekannten Aktionswaren-Mittelgasse sollen über Deliveroo bestellbar sein. Aldi verbindet damit sein Discount-Sortiment mit einem Liefermodell, das bislang stärker bei Restaurants und Convenience-Angeboten verbreitet ist.

Modell stammt aus dem DoorDash-Netzwerk

Deliveroo orientiert sich bei „Shop & Deliver“ an einem bereits etablierten Modell des Mutterkonzerns DoorDash. Dieser betreibt vergleichbare Lösungen unter anderem in Australien und den USA und arbeitet dort im Rahmen der US-Expansion ebenfalls mit Aldi zusammen.

Nach Angaben von Aldi ist das Modell in diesen Märkten bereits gut angenommen worden. Zudem verweist der Händler auf frühere Tests in Großbritannien, die eine Nachfrage nach günstigeren Lebensmitteln über schnelle Lieferplattformen gezeigt hätten.

Deliveroo erschließt neue Nachfrage außerhalb der Essenszeiten

Für Deliveroo erweitert der Service das Geschäftsmodell über Restaurantlieferungen hinaus. Fahrer können den Dienst freiwillig nutzen und damit zusätzliche Aufträge außerhalb typischer Stoßzeiten übernehmen.

Das Unternehmen sieht darin insbesondere eine Möglichkeit, die Auslastung seines Fahrer-Netzwerks zu erhöhen. Für Aldi wiederum entsteht ein zusätzlicher digitaler Vertriebskanal, ohne dass eigene Kommissionierstrukturen in den Filialen aufgebaut werden müssen.

Test soll Anfang 2027 ausgeweitet werden

Der Start in acht Filialen dient zunächst als Pilotphase. Bei erfolgreichem Verlauf soll „Shop & Deliver“ Anfang 2027 auf weitere Aldi-Standorte ausgeweitet werden.

Die Kooperation zeigt zugleich, wie sich der Online-Lebensmittelhandel weiter verändert. Statt ausschließlich auf zentrale Fulfilment-Strukturen oder eigene Lieferdienste zu setzen, kombinieren Händler zunehmend ihr bestehendes Filialnetz mit Plattformen und externen Fahrer-Netzwerken.

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