Die Zahl ungenutzter Smartphones in Deutschland sinkt weiter – bleibt jedoch auf hohem Niveau. Aktuell lagern rund 167 Millionen Altgeräte in Haushalten. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Digitalverbands Bitkom. Trotz rückläufiger Tendenz bewahren weiterhin 86 Prozent der Menschen mindestens ein ungenutztes Gerät auf.
Leichter Rückgang, aber weiterhin große Mengen
Im Vergleich zu den Vorjahren ist ein kontinuierlicher Rückgang erkennbar. 2022 waren es noch über 200 Millionen ungenutzte Geräte. Dennoch bleiben enorme Mengen an Smartphones ungenutzt in Schubladen liegen.
Dabei enthalten viele dieser Geräte wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber oder Seltene Erden, die durch Recycling wiederverwertet werden könnten.
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Gründe für das Horten alter Geräte
Der häufigste Grund für das Aufbewahren ist der mögliche zukünftige Bedarf: Fast die Hälfte der Befragten möchte alte Geräte für den Notfall behalten. Auch Datenschutzbedenken spielen eine große Rolle, ebenso wie emotionale Bindung oder fehlende Zeit zur Entsorgung.
Je nach Altersgruppe unterscheiden sich die Motive deutlich. Jüngere Nutzer hängen häufiger emotional an ihren Geräten, während ältere Menschen oft unsicher sind, wie und wo sie diese korrekt entsorgen können.
Weiterverwendung statt Wegwerfen
Viele Altgeräte sind noch funktionsfähig oder können aufbereitet werden. Daher empfiehlt Bitkom, Smartphones möglichst weiterzugeben – etwa durch Verkauf, Spende oder Refurbishing.
Ist eine weitere Nutzung nicht möglich, sollte die Entsorgung fachgerecht erfolgen. Eine Entsorgung im Hausmüll ist nicht erlaubt und führt zum Verlust wertvoller Ressourcen.
Rückgabemöglichkeiten und richtige Entsorgung
Für die Rückgabe stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: Kommunale Sammelstellen, Wertstoffhöfe sowie Händler sind verpflichtet, alte Geräte anzunehmen. Auch Online-Händler und Hersteller bieten entsprechende Rücknahmesysteme an.
Vor der Abgabe ist es wichtig, alle persönlichen Daten zu löschen und das Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Nur so lässt sich sicherstellen, dass keine sensiblen Informationen in falsche Hände geraten.


