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Amazon Leo startet mit Ariane 6: Erstflug nimmt Fahrt auf

Boot mit Ariane 6
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon und Arianespace bereiten den ersten gemeinsamen Satellitenstart für Amazon Leo vor. Die Canopée, ein windunterstütztes Frachtschiff, bringt dafür Ariane-6-Komponenten nach Französisch-Guayana. Die Mission ist Teil eines 18-Launch-Abkommens und stärkt Europas Raumfahrtindustrie mit Milliardeninvestitionen und Tausenden Arbeitsplätzen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Mit dem Auslaufen der Canopée hat Amazon einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung seiner Satellitenkonstellation Amazon Leo erreicht. Das innovative Frachtschiff, das teilweise mit Windkraft angetrieben wird, ist in Frankreich zu seiner ersten Reise aufgebrochen. Ziel ist der Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana, wo die Ariane-6-Rakete für den ersten Start im Rahmen der Kooperation zwischen Amazon und Arianespace vorbereitet wird.

Diese Mission markiert den Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit: Insgesamt 18 Starts hat Amazon eigenen Angaben nach bei Arianespace gebucht, um über 3.200 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Der erste Flug, benannt LE-01, soll 32 Satelliten transportieren. Ziel ist es, in den kommenden Jahren eine globale Breitbandinfrastruktur aufzubauen – insbesondere für abgelegene Regionen ohne Zugang zu leistungsfähigen Internetverbindungen.

Windkraft trifft Raumfahrt

Die Canopée ist ein Symbol für den Nachhaltigkeitsanspruch beider Unternehmen. Das 121 Meter lange Frachtschiff ist mit vier 37 Meter hohen Flügelsegeln ausgestattet, die in optimalen Bedingungen den Treibstoffverbrauch um bis zu 35 % senken können. Mit dieser Konstruktion setzt Arianespace neue Maßstäbe im umweltfreundlichen Transport von Raumfahrttechnik.

Neben dem zentralen Raketenkörper transportiert das Schiff auch die Oberstufe und weitere Komponenten der Ariane 6. Nach Zwischenstopps in europäischen Häfen wird das Material in Kourou entladen und dort final zusammengebaut. Parallel dazu werden die bereits produzierten Amazon-Leo-Satelliten aus den USA nach Französisch-Guayana gebracht.

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Milliardeninvestition in Europas Raumfahrt

Das Projekt ist auch aus wirtschaftlicher Sicht bedeutend. Laut einer Studie von Oxford Economics wird Amazon Leo zwischen 2022 und 2029 rund 2,8 Mrd. € zur Wirtschaftsleistung der EU beitragen. Durchschnittlich 3.270 Arbeitsplätze pro Jahr werden durch das Projekt unterstützt, davon allein 1.590 in Frankreich.

Die Entscheidung, Ariane 6 als Trägerplattform zu nutzen, sichert nicht nur den Zugang zum Weltall für europäische Akteure, sondern stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Raumfahrtindustrie. Für Arianespace ist die Partnerschaft mit Amazon ein kommerzieller Erfolg und ein Vertrauensbeweis in die neue Rakete.

Die ersten Satelliten wurden bereits in Amazons Werk in Kirkland, Washington, gefertigt und über Cape Canaveral nach Südamerika verschickt. Der Start des LE-01-Flugs ist für Anfang 2026 geplant. Mit der Ariane-64-Variante, die über vier zusätzliche Booster verfügt, sollen besonders viele Satelliten gleichzeitig ins All gebracht werden.

Konnektivität für entlegene Regionen

Amazon Leo, das zuvor als Projekt Kuiper benannt war, soll schnelles, latenzarmes Internet in bislang unterversorgte Gebiete bringen – eine Mission, die sich mit Amazons globaler Logistikstrategie ergänzt. Über 150 Satelliten wurden bereits in den Orbit gebracht. Durch die Nutzung unterschiedlicher Trägerraketen – darunter nun auch Ariane 6 – will Amazon die Ausrollung seines Netzes beschleunigen.

Die Kooperation mit Arianespace ist ein Beispiel für internationale Zusammenarbeit mit technologischem und wirtschaftlichem Mehrwert. Die Ankunft der Canopée in Kourou Anfang 2026 markiert den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer globalen Breitbandversorgung aus dem All.

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