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Mehr Starts, größere Nutzlasten: Amazon Leo skaliert Produktion

Amazon Leo Satelit im Weltall
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon beschleunigt den Ausbau seines Satellitennetzwerks Leo und plant mehr als 20 Starts jährlich. Größere Raketen, industrielle Produktion und hohe Investitionen sollen die globale Internetkonstellation schneller skalieren und die Kosten pro Satellit deutlich senken.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon beschleunigt den Ausbau seines Satellitenprojekts Leo und bereitet sich auf eine deutlich höhere Startfrequenz vor. Nach eigenen Angaben wurden bereits mehr als 200 Satelliten ins All gebracht, während weitere Einheiten startbereit sind. Ziel ist es, die jährliche Zahl der Missionen im kommenden Jahr deutlich zu steigern.

Deutlich höhere Startfrequenz geplant

Im ersten Jahr des Programms sind rund elf Starts vorgesehen. Für die nächste Phase plant Amazon, die Kadenz auf mehr als 20 Missionen pro Jahr zu erhöhen. Damit würde sich das Ausbautempo der Konstellation mehr als verdoppeln.

Parallel dazu sollen pro Start mehr Satelliten transportiert werden, was die Effizienz steigern und die Kosten pro Einheit senken dürfte.

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Serienfertigung auf Industrieniveau

Die Satellitenproduktion erfolgt in einer spezialisierten Anlage in Kirkland im US-Bundesstaat Washington. Dort können bis zu 30 Satelliten pro Woche gefertigt werden. Aktuell produziert das Team mehrere Einheiten täglich, während bereits Hunderte Satelliten für kommende Starts bereitstehen.

Ein Teil dieser Satelliten wurde bereits zu Startvorbereitungsanlagen in Florida und Französisch-Guayana transportiert, wo mehrere vollständig konfigurierte Nutzlasten auf ihren Einsatz warten.

Größere Nutzlasten durch neue Trägersysteme

Ein zentraler Hebel für die Skalierung ist der Einsatz leistungsstärkerer Trägerraketen. Künftige Missionen sollen verstärkt auf Systeme wie Ariane 64, New Glenn und Vulcan Centaur setzen, die deutlich größere Nutzlasten ermöglichen.

Bereits ein erster Start mit der europäischen Ariane-64-Rakete brachte über 30 Satelliten gleichzeitig ins All. Perspektivisch könnten auf New Glenn bis zu 48 und auf Vulcan Centaur bis zu 40 Satelliten pro Mission transportiert werden.

Auch bestehende Systeme werden optimiert: Bei Atlas-V-Raketen steigt die Nutzlast auf bis zu 29 Satelliten – ein neuer Höchstwert für dieses Trägersystem.

Investitionen in Infrastruktur

Um die höhere Startfrequenz zu unterstützen, investiert Amazon massiv in Infrastruktur. Dazu zählt eine eigene Satellitenverarbeitungsanlage in Florida mit rund 100.000 Quadratmetern Fläche.

Zusätzlich flossen mehr als 200 Millionen US-Dollar in Modernisierungen an Startanlagen in Cape Canaveral. Neue Transport- und Integrationssysteme sollen die Startvorbereitung beschleunigen und die Zeit zwischen einzelnen Missionen verkürzen.

Langfristige Ausbaupläne

Amazon hat sich bereits Startkapazitäten für mehr als 100 Missionen gesichert. Neben bestehenden Vereinbarungen wurden zusätzliche Starts unter anderem mit SpaceX und Blue Origin vereinbart.

Diese Kapazitäten ermöglichen den Aufbau einer ersten Satellitengeneration sowie die Vorbereitung einer zweiten Ausbaustufe mit deutlich erweiterter Netzabdeckung.

Wettbewerb im Orbit nimmt zu

Mit dem beschleunigten Ausbau positioniert sich Amazon Leo als einer der zentralen Akteure im Markt für satellitengestützte Internetdienste. Der Fokus liegt auf globaler Konnektivität bei gleichzeitig sinkenden Startkosten.

Die Kombination aus industrieller Fertigung, steigender Startfrequenz und wachsender Infrastruktur deutet darauf hin, dass der Wettbewerb im Low-Earth-Orbit-Segment weiter an Intensität gewinnen wird.

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