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Amazon startet im September erneut die Second Chance Deal Days

Amazon Paket vor einer Haustüre
Foto: Amazon

Key takeaways

Amazon veranstaltet Anfang September erneut die Second Chance Deal Days. Im Mittelpunkt stehen hohe Rabatte auf retournierte und generalüberholte Produkte.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Amazon setzt seine Strategie rund um wiederaufbereitete und retournierte Produkte weiter aus und veranstaltet vom 1. bis 10. September 2026 erneut die „Second Chance Deal Days“. Während des Aktionszeitraums bietet der Onlinehändler eigenen Angaben nach Zehntausende gebrauchte, retournierte und generalüberholte Artikel mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung vergleichbarer Neuware an. Gleichzeitig verweist Amazon auf Milliardeninvestitionen in den Ausbau seines Recommerce-Geschäfts und auf die wachsende Nachfrage nach gebrauchten Produkten.

Rabattaktion umfasst Technik, Haushalt und viele weitere Kategorien

Im Rahmen der Second Chance Deal Days, die letztes Jahr erstmal stattgefunden haben, erhalten Kundinnen und Kunden Preisnachlässe auf Produkte aus zahlreichen Warengruppen. Dazu zählen unter anderem Technik, Smartphones, Computer, Gaming, Küchenartikel und Heimwerkerbedarf. Nach Unternehmensangaben stehen mehr als 40 Millionen retournierte und generalüberholte Artikel in nahezu allen Produktkategorien zur Verfügung.

Während der Aktion sind Rabatte von bis zu 50 Prozent auf Produkte im Zustand „gut“ möglich. Erstmals beteiligt sich zudem der Luxury-Partner Luxclusif an der Aktion. Dort werden gebrauchte Designertaschen und Accessoires mit zusätzlichen Preisnachlässen angeboten.

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Recommerce gewinnt für Amazon weiter an Bedeutung

Amazon investiert nach eigenen Angaben massiv in den Ausbau seines Geschäfts mit gebrauchten und aufbereiteten Produkten. Zwischen 2024 und 2026 flossen nach Unternehmensangaben mehr als 3,5 Milliarden Euro in Europa in Prozesse rund um Retouren und Wiedervermarktung.

Die Nachfrage entwickelt sich ebenfalls dynamisch. Der Umsatz mit gebrauchten Produkten überschritt 2025 in Europa erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro. Deutsche Kundinnen und Kunden sparten dabei nach Angaben des Unternehmens mehr als 170 Millionen Euro durch den Kauf gebrauchter oder generalüberholter Artikel.

Retouren sollen möglichst wiederverwendet werden

Nach Angaben von Amazon verfolgt das Unternehmen das Ziel, möglichst viele Retouren erneut in den Verkauf zu bringen. Dafür werden zurückgesendete Produkte geprüft, getestet, gereinigt und bei Bedarf repariert. Artikel in einwandfreiem Zustand werden erneut als Neuware angeboten. Produkte mit Gebrauchsspuren gelangen vergünstigt in den Wiederverkauf.

Artikel, die sich nicht mehr verkaufen lassen, aber weiterhin funktionsfähig sind, spendet Amazon nach eigenen Angaben an gemeinnützige Organisationen. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an Maßnahmen, um Retouren bereits im Vorfeld zu reduzieren. Dazu zählen KI-gestützte Bewertungszusammenfassungen, detailliertere Produktinformationen sowie digitale Größenempfehlungen.

Zwei Programme bündeln das Second-Chance-Angebot

Das Angebot gebrauchter Produkte wird über zwei Programme vermarktet. Über den Amazon Retourenkauf verkauft das Unternehmen geöffnete oder gebrauchte Artikel mit transparenter Zustandsbewertung – von „Wie neu“ bis „Akzeptabel“. Ergänzt wird das Sortiment durch Amazon Renewed, bei dem qualifizierte Verkaufspartner professionell generalüberholte Produkte anbieten.

Beide Programme sind nach Unternehmensangaben durch die üblichen Amazon-Rückgaberegelungen und den Kundenservice abgesichert. Damit soll der Kauf gebrauchter Produkte für Verbraucher ähnlich komfortabel wie der Erwerb von Neuware sein.

Second-Hand-Geschäft wird zu einem wichtigen Wachstumsfeld

Amazon verkauft bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten gebrauchte Produkte in Europa und hat das Angebot kontinuierlich erweitert. Mit den Second Chance Deal Days rückt das Unternehmen das Geschäft mit Retouren und generalüberholten Artikeln nun erneut in den Fokus.

Neben den Preisvorteilen für Verbraucher verfolgt Amazon damit auch das Ziel, die Nutzungsdauer von Produkten zu verlängern und den Anteil wiederverwendeter Waren zu erhöhen. Gleichzeitig entwickelt sich das Recommerce-Geschäft zunehmend zu einem eigenständigen Wachstumsbereich innerhalb des Konzerns.

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