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Drakes OVO bekommt neue Struktur: Authentic übernimmt Mehrheit

Mann mit OVO Hoodie vor roter Wand
Foto: OVO

Key takeaways

Authentic Brands Group übernimmt die Mehrheit an den Markenrechten von OVO. Drake bleibt als Mitgesellschafter und kreative Leitfigur an Bord, während Vince Holding das operative Geschäft übernimmt.

Lesezeit ca. 3 Minuten

Authentic Brands Group erweitert ihr Markenportfolio um die Streetwear- und Lifestyle-Marke October’s Very Own (OVO). Der US-amerikanische Marken- und Lizenzierungskonzern übernimmt die Mehrheit an den Markenrechten, während der kanadische Musik-Superstar Drake als Mitgesellschafter und kreative Leitfigur an Bord bleibt. Parallel übernimmt Vince Holding Corp. das operative Geschäft der Marke und will OVO zu einer zweiten Wachstumssäule neben der eigenen Modemarke Vince ausbauen. Mit der Transaktion setzen die Beteiligten auf eine klare Trennung zwischen Markenmanagement und operativem Handel.

Neue Eigentümerstruktur sichert Drake langfristige Rolle

Im Zuge der Transaktion werden die Markenrechte von OVO in einer neu gegründeten Gesellschaft gebündelt. Authentic Brands Group hält laut Pressemitteilung künftig 51 Prozent der Anteile. Drake, mit bürgerlichem Namen Aubrey Graham, bleibt mit 44 Prozent beteiligt. Weitere fünf Prozent entfallen auf die börsennotierte Vince Holding Corp.

Finanzielle Details zum Kaufpreis wurden nicht veröffentlicht. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll Drake auch künftig maßgeblich an der kreativen Entwicklung der Marke mitwirken. Damit bleibt der Musiker nicht nur wirtschaftlich eng mit OVO verbunden, sondern behält auch Einfluss auf die langfristige Markenstrategie.

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Vince übernimmt das operative Geschäft

Während Authentic künftig die Markenrechte verwaltet, übernimmt Vince Holding Corp. sämtliche operativen Gesellschaften von OVO. Dazu gehören die stationären Geschäfte, der Onlinehandel sowie die bestehenden Wholesale-Aktivitäten in Kanada, den USA und Großbritannien.

Das Unternehmen erhält darüber hinaus eine langfristige Lizenz, um die Marke weltweit für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Bekleidung zu nutzen. OVO soll laut Vince weiterhin von Toronto aus geführt werden, wobei das bestehende Management und die Mitarbeiter übernommen werden. Vince setzt dabei auf seine bestehende Infrastruktur, um die Expansion der Marke insbesondere auf dem US-Markt zu beschleunigen.

Internationale Expansion steht im Mittelpunkt

Mit derzeit zwölf eigenen Stores verfügt OVO über eine vergleichsweise überschaubare stationäre Präsenz. Bekannt wurde die Marke vor allem durch limitierte Kollektionen, Kooperationen und ihre enge Verbindung zur Musik- und Streetwear-Kultur.

Die neuen Eigentümer sehen darin erhebliches Wachstumspotenzial. Geplant sind eine stärkere internationale Expansion, zusätzliche Vertriebspartner sowie der Ausbau des Onlinegeschäfts. Gleichzeitig soll die Exklusivität der Marke erhalten bleiben. Gerade bei einer stark von einer prominenten Persönlichkeit geprägten Marke gilt die enge Verbindung zwischen Gründer, Community und Produkt als entscheidender Erfolgsfaktor.

Authentic bringt weltweites Lizenzierungsnetzwerk ein

Für Authentic Brands Group ergänzt OVO das bestehende Portfolio um eine weitere international bekannte Lifestyle-Marke. Das Unternehmen verwaltet bereits mehr als 50 Marken und Persönlichkeitsrechte und arbeitet mit einem globalen Netzwerk von Lizenzpartnern in rund 150 Ländern zusammen.

Durch diese Infrastruktur soll OVO künftig neue Produktkategorien, zusätzliche Märkte und weitere Vertriebskanäle erschließen, ohne dass Authentic selbst als Hersteller oder Händler auftritt. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Markenrechte zentral zu steuern und deren kommerzielle Nutzung über Lizenzpartner weltweit auszubauen.

Multi-Brand-Strategie von Vince gewinnt an Bedeutung

Für Vince Holding Corp. markiert die Übernahme einen wichtigen strategischen Schritt. Bislang konzentrierte sich das Unternehmen nahezu ausschließlich auf die Marke Vince. Mit OVO beginnt nun der Aufbau einer Multi-Brand-Plattform, die künftig weitere Marken aufnehmen könnte.

Das Management erwartet, dass sich die Transaktion bereits im Geschäftsjahr 2027 positiv auf das Ergebnis auswirkt. Gleichzeitig erhält Vince Zugang zu einer deutlich jüngeren Zielgruppe und einem international bekannten Streetwear-Label, während OVO von der bestehenden Handels- und Vertriebsinfrastruktur des Unternehmens profitieren soll. Die Transaktion gilt damit als Beispiel für die zunehmende Professionalisierung prominentengetriebener Lifestyle-Marken und deren internationale Skalierung.

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