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Importpreise steigen im Juli um 6,8 Prozent – Energie bleibt Preistreiber

Deutschland Flagge neben Strommasten
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Die Importpreise stiegen im Juli 2026 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem höhere Energie- und Vorleistungspreise belasteten den Außenhandel, während Konsumgüter und landwirtschaftliche Importe teilweise günstiger wurden.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Die Importpreise in Deutschland sind im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,8 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhten sich die Einfuhrpreise auch gegenüber Juni um 0,2 Prozent. Gleichzeitig legten die Exportpreise im Jahresvergleich um 4,2 Prozent zu – der stärkste Anstieg seit Februar 2023. Haupttreiber der Entwicklung bleiben deutlich höhere Energie- und Vorleistungspreise.

Energie und Vorleistungsgüter verteuern Importe deutlich

Den größten Einfluss auf die Importpreise hatten erneut Vorleistungsgüter, deren Preise im Jahresvergleich um 10,2 Prozent stiegen. Besonders stark verteuerten sich Nicht-Eisen-Metalle wie Kupfer, Aluminium und Edelmetalle sowie Kunststoffe und elektronische Bauelemente. Noch kräftiger fiel der Anstieg bei Energie aus. Die Importpreise für Energie lagen 26,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem Mineralölerzeugnisse, Erdöl, Erdgas, Strom und Steinkohle verteuerten sich deutlich. Nach Angaben von Destatis wirken sich dabei weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs auf die internationalen Energiemärkte aus.

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Konsumgüter und Agrarimporte entwickeln sich unterschiedlich

Während Energie und industrielle Vorprodukte teurer wurden, gingen die Preise für importierte Konsumgüter leicht zurück. Insgesamt lagen sie 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Besonders Nahrungsmittel verbilligten sich mit einem Rückgang von 6,8 Prozent. Deutliche Preisabschläge gab es unter anderem bei Kakaoerzeugnissen, Frucht- und Gemüsesäften sowie Schweinefleisch. Auch landwirtschaftliche Importe waren im Jahresvergleich 2,1 Prozent günstiger, obwohl sie gegenüber dem Vormonat wieder anzogen. Rohkakao blieb deutlich billiger als ein Jahr zuvor, während Rohkaffee sowohl im Jahres- als auch im Monatsvergleich teurer wurde.

Exportpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht

Auch auf der Exportseite setzte sich der Preisauftrieb fort. Die Ausfuhrpreise lagen im Juli 4,2 Prozent über dem Vorjahreswert und stiegen gegenüber Juni um 0,4 Prozent. Vorleistungsgüter verteuerten sich um 6,5 Prozent, Investitionsgüter um 2,4 Prozent. Besonders stark fielen erneut die Preissteigerungen bei Energieexporten aus. Mineralölerzeugnisse verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 43 Prozent, während auch Erdgasexporte deutlich höhere Preise erzielten. Damit spiegeln sich die Entwicklungen auf den internationalen Energiemärkten sowohl bei Ein- als auch bei Ausfuhren wider.

Energie bleibt entscheidender Inflationsfaktor im Außenhandel

Bereinigt um Energie stiegen die Importpreise deutlich moderater um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die aktuellen Daten zeigen jedoch, dass Energie weiterhin der wichtigste Preistreiber im deutschen Außenhandel bleibt. Gleichzeitig sorgen höhere Preise für industrielle Vorprodukte dafür, dass der Kostendruck in zahlreichen Branchen anhält. Die Entwicklung der Import- und Exportpreise dürfte damit auch in den kommenden Monaten ein wichtiger Indikator für die Preisentwicklung entlang internationaler Lieferketten bleiben.

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