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Apothekenjahr 2026: Zwischen Sparzwang, Reformdruck und Pessimismus

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Foto: BPI/Shutterstock_gerd-harder

Key takeaways

Der aktuelle APOkix zeigt: Apotheken blicken pessimistisch ins Jahr 2026. Themen wie Wettbewerb, Kostendruck, Retaxationen und Reformforderungen prägen die Agenda. Inhaber verlangen klare politische Korrekturen, während die wirtschaftliche Stimmung angespannt bleibt – auch befeuert durch sinkende Konjunkturindizes im Dezember.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Im Jahr 2025 bewerteten zwei Drittel der Apothekeninhaber ihre wirtschaftliche Lage negativ. Und auch mit Blick auf 2026 herrscht wenig Zuversicht. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des APOkix-Konjunkturindex des IFH Köln. Nur 12 Prozent der Befragten gehen optimistisch ins neue Jahr, während mehr als die Hälfte die Aussichten als negativ oder sehr negativ einschätzt.

Wettbewerb und Kostendruck bleiben große Herausforderungen

Der Wettbewerb mit Versandapotheken und branchenfremden Plattformen wie Amazon beschäftigt 2026 erneut viele Inhaber. 44 Prozent messen Versandapotheken höchste Priorität bei, 38 Prozent äußern dies mit Blick auf Drogeriemärkte und andere Nicht-Apotheken-Anbieter. Hinzu kommt: Rund 42 Prozent der Befragten sehen Kosteneinsparungen als zentralen Punkt auf ihrer Agenda, gefolgt vom Umgang mit Retaxationen (40 Prozent) und der Optimierung des Bestandsmanagements (32 Prozent).

Weitere wichtige Themen sind die Nachfolgeregelung (32 Prozent), der Wettbewerb mit E-Commerce-Giganten wie Amazon (29 Prozent) sowie die Besetzung offener PTA-Stellen (26 Prozent). Insgesamt zeigt sich: Die Belastung für inhabergeführte Apotheken steigt, während neue Herausforderungen stetig dazukommen.

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Apothekenreform: Inhaber pochen auf klare Korrekturen

Auch mit Blick auf die anstehende Apothekenreform ist der Ton deutlich. Apothekeninhaber fordern eine sofortige Anhebung des Packungshonorars sowie den Ausschluss formaler Null-Retaxationen. Besonders umstritten sind Reformvorschläge, die eine Absenkung der qualitativen Anforderungen an Apotheken vorsehen – etwa beim Filialausbau oder bei der räumlichen Ausstattung von Zweigapotheken.

Weitere Forderungen umfassen die Wiedereinführung handelsüblicher Skonti sowie strengere Regelungen für den Versand kühlpflichtiger Medikamente. Insgesamt zeigt sich ein breiter Konsens unter den Befragten: Der Reformbedarf ist hoch, die vorgeschlagenen Lösungen aus Sicht vieler jedoch kontraproduktiv.

Konjunkturindizes auf dem Rückzug

Begleitet wird die gedrückte Stimmung durch einen spürbaren Rückgang der beiden APOkix-Indizes. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fiel im Dezember auf 68,4 Punkte (Vormonat: 74,1), der Erwartungsindex für die kommenden zwölf Monate sank auf 49,6 Punkte. Damit bleibt der wirtschaftliche Ausblick der Branche weiter im Keller – trotz oder gerade wegen der Reformdebatten.

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