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AWS erhält NATO-weite Freigabe für RESTRICTED-Workloads

Amazon AWS Office in Deutschland
Foto: Amazon

Key takeaways

➟ Die NATO öffnet sensible Workloads stärker für kommerzielle Cloud-Infrastruktur. AWS darf als erster Anbieter Dienste für NATO-RESTRICTED-Informationen bereitstellen – vorbehaltlich nationaler Zulassungen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Amazon Web Services hat nach eigenen Angaben als erster Cloud-Anbieter eine NATO-weite Freigabe für den Umgang mit Informationen der Einstufung NATO RESTRICTED erhalten. Damit können NATO-Stellen, Partner aus der Verteidigungsindustrie und Mitgliedstaaten zugelassene AWS-Dienste für entsprechende Workloads nutzen.

Die Freigabe gilt für AWS-Regionen, die sich in NATO-Mitgliedstaaten befinden. AWS betreibt nach eigenen Angaben derzeit 15 Regionen in NATO-Ländern, davon sieben auf dem europäischen Festland.

Gemeinsame Sicherheitsbasis für NATO-Staaten

Mit der Freigabe steht den Mitgliedstaaten eine gemeinsame, vorab geprüfte Sicherheitsgrundlage zur Verfügung. AWS zufolge kann dies den Aufwand für nationale Akkreditierungsverfahren reduzieren und die Einführung entsprechender Cloud-Dienste beschleunigen.

Die eigentliche nationale Zulassung bleibt dennoch Aufgabe der jeweiligen Staaten beziehungsweise zuständigen NATO-Stellen. Die NATO-weite Genehmigung soll diesen Prozess vor allem vereinfachen und beschleunigen.

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Anforderungen der NATO-Richtlinie D32 erfüllt

Grundlage der Prüfung war die technische NATO-Richtlinie D32. Sie definiert die Sicherheitsanforderungen für den Umgang mit Informationen der Stufe NATO RESTRICTED in öffentlichen Cloud-Umgebungen.

AWS dokumentierte hierfür seine Konformität mit den Vorgaben. Die technischen Fähigkeiten wurden im Zuge des Verfahrens vom spanischen National Cryptographic Centre bewertet und anschließend von der NATO für die Allianz veröffentlicht.

Nutzung in AWS-Regionen innerhalb der Allianz

Zugelassene AWS-Dienste können künftig für Systeme eingesetzt werden, die Informationen mit der Einstufung NATO RESTRICTED verarbeiten. Voraussetzung ist, dass die verwendete AWS-Region in einem NATO-Mitgliedstaat liegt.

Für Kunden aus Verteidigung und öffentlichem Sektor bedeutet dies vor allem mehr Standardisierung. Statt Sicherheitsanforderungen in jedem Fall vollständig neu zu bewerten, können nationale Stellen auf einer bereits geprüften Grundlage aufbauen.

NATO setzt stärker auf kommerzielle Cloud-Technologie

Die Freigabe zeigt zugleich, dass die NATO kommerzielle Cloud-Infrastruktur stärker in ihre technische Umgebung integrieren will. Ziel ist es, moderne Dienste schneller nutzen zu können, ohne die bestehenden Sicherheitsanforderungen für sensible Informationen abzusenken.

AWS positioniert sich damit stärker im internationalen Verteidigungs- und Behördenmarkt. Die NATO-Freigabe schafft dafür eine gemeinsame Basis über alle Mitgliedstaaten hinweg, ersetzt jedoch nicht die jeweils erforderlichen nationalen Akkreditierungsprozesse.

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