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Bijou Brigitte verdoppelt Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2026

Geschäft von Bijou Brigitte
Foto: Bijou Brigitte

Key takeaways

Trotz nahezu stagnierender Umsätze steigert Bijou Brigitte seine Profitabilität deutlich. Günstigere Materialkosten und ein einmaliger Ertrag von fünf Millionen Euro lassen Vorsteuergewinn und Konzernüberschuss kräftig steigen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Bijou Brigitte hat das erste Halbjahr 2026 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung abgeschlossen. Während der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurückging, konnte der Schmuck- und Accessoires-Händler seinen Vorsteuergewinn mehr als verdoppeln. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Materialeinstandskosten sowie ein außerordentlicher Ertrag aus einem Vergleich in einem Rechtsstreit mit einem ehemaligen Dienstleister. Das Filialnetz blieb im Berichtszeitraum nahezu unverändert.

Umsatz bewegt sich leicht unter Vorjahresniveau

Nach vorläufigen Zahlen erzielte Bijou Brigitte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres einen Konzernumsatz von 153,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen 154,8 Millionen Euro umgesetzt. Damit blieb der Umsatz nahezu stabil, lag jedoch leicht unter dem Vorjahreswert.

Das Unternehmen veröffentlichte zunächst ausschließlich vorläufige Kennzahlen. Der vollständige Halbjahresfinanzbericht soll im September 2026 vorgelegt werden und weitere Informationen zur Geschäftsentwicklung enthalten.

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Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt

Deutlich dynamischer entwickelte sich das Ergebnis. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern stieg von 6,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 14,4 Millionen Euro. Damit erhöhte sich der Vorsteuergewinn um 7,5 Millionen Euro beziehungsweise 108,6 Prozent.

Auch nach Steuern fiel die Ergebnisverbesserung deutlich aus. Der Konzernüberschuss erhöhte sich von 4,2 Millionen Euro auf 8,8 Millionen Euro und lag damit rund 111 Prozent über dem Vorjahreswert.

Niedrigere Einkaufskosten und Sondereffekt stützen Ergebnis

Nach Angaben des Unternehmens beruht die deutliche Gewinnsteigerung auf mehreren Faktoren. Positiv wirkten sich insbesondere niedrigere Materialeinstandskosten aus, die die Bruttomarge verbesserten.

Darüber hinaus verbuchte Bijou Brigitte höhere sonstige betriebliche Erträge. Den größten Anteil daran hatte ein periodenfremder außerordentlicher Ertrag in Höhe von fünf Millionen Euro. Dieser resultiert aus einer Forderung gegen einen ehemaligen Dienstleister, die im Rahmen eines Vergleichs in einem Rechtsstreit realisiert werden konnte.

Filialnetz bleibt nahezu konstant

Die Zahl der Standorte blieb im ersten Halbjahr weitgehend stabil. Zum 30. Juni 2026 betrieb Bijou Brigitte insgesamt 902 Filialen. Zum Jahresende 2025 hatte das Unternehmen über 904 Standorte verfügt.

Damit setzt der Konzern seine Strategie einer weitgehend konstanten Filialstruktur fort. Größere Veränderungen im stationären Netz ergaben sich im Berichtszeitraum nicht.

Halbjahresbericht folgt im September

Mit den vorläufigen Halbjahreszahlen bestätigt Bijou Brigitte eine deutlich verbesserte Ertragslage trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes. Neben operativen Verbesserungen trug allerdings auch ein einmaliger Sondereffekt wesentlich zum Gewinnanstieg bei.

Weitere Details zur Geschäftsentwicklung, zur Entwicklung einzelner Märkte sowie zum Ausblick auf das Gesamtjahr will das Unternehmen mit der Veröffentlichung des vollständigen Halbjahresfinanzberichts im September 2026 vorlegen.

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