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Umfrage: Jeder Vierte hat heimlich das Handy des Partners durchsucht

Frau mit weissem Smartphone
Foto: depositphotos.com

Key takeaways

Eine Bitkom-Umfrage zeigt: 26 Prozent der Menschen haben bereits heimlich das Smartphone ihres Partners durchsucht. Besonders unter jungen Erwachsenen nehmen digitale Kontrolle, Misstrauen und Diskussionen über Privatsphäre in Beziehungen deutlich zu.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das Smartphone ist für viele Menschen längst zum sensibelsten privaten Raum geworden – gleichzeitig scheint die digitale Privatsphäre in Beziehungen zunehmend unter Druck zu geraten. Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage hat bereits mehr als ein Viertel der Menschen in Deutschland heimlich das Smartphone des Partners oder der Partnerin durchsucht.

Besonders verbreitet ist das digitale Schnüffeln unter jungen Erwachsenen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, wie stark Vertrauen, Kontrolle und digitale Nähe heute miteinander verknüpft sind.

Jüngere kontrollieren Partner-Smartphones besonders häufig

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom haben 26 Prozent der Menschen mit Beziehungserfahrung bereits ohne ausdrückliche Erlaubnis das Smartphone ihres Partners oder ihrer Partnerin durchsucht. Zehn Prozent geben an, dies mehrfach getan zu haben, weitere 16 Prozent zumindest vereinzelt.

Unter den 16- bis 29-Jährigen fällt der Anteil deutlich höher aus: In dieser Altersgruppe haben 43 Prozent bereits heimlich Nachrichten, Fotos, Social-Media-Accounts oder andere Inhalte kontrolliert.

Weitere zehn Prozent aller Befragten haben dies zwar bislang nicht getan, können es sich jedoch grundsätzlich vorstellen. Eine klare Mehrheit von 60 Prozent lehnt heimliches Kontrollieren hingegen kategorisch ab.

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Neugier und Misstrauen treiben digitales Schnüffeln an

Die häufigsten Gründe für das heimliche Durchsuchen des Smartphones sind Neugier und Misstrauen. Jeweils 31 Prozent der Betroffenen geben an, aus reiner Neugier oder wegen eines Untreueverdachts gehandelt zu haben.

Weitere Motive sind Zweifel an der Ehrlichkeit des Partners, frühere Vertrauensbrüche oder das Bedürfnis, genau zu wissen, mit wem der Partner kommuniziert.

Die emotionale Reaktion nach dem Blick ins Smartphone fällt dabei unterschiedlich aus. Während sich einige bestätigt oder erleichtert fühlten, berichten andere von Enttäuschung, Wut oder einem schlechten Gewissen.

Digitale Grenzen werden zum Beziehungsthema

Bitkom sieht in den Ergebnissen einen Hinweis darauf, dass digitale Privatsphäre zunehmend zum Konfliktthema in Beziehungen wird. Smartphones enthalten heute nicht nur private Nachrichten und Fotos, sondern auch sensible Informationen wie Zahlungsdaten, Gesundheitsdaten oder berufliche Zugänge.

Bitkom-Expertin Leah Schrimpf betont, dass Paare digitale Grenzen individuell aushandeln müssten. Während manche bewusst Passwörter oder Standorte teilen, wollten andere ihre digitalen Räume klar getrennt halten.

Tatsächlich haben laut Umfrage bereits 20 Prozent der Befragten in einer Beziehung ihre Social-Media-Passwörter freiwillig mit dem Partner oder der Partnerin geteilt.

Viele Betroffene vermuten heimliche Kontrolle

Nicht nur die aktiven Kontrollen nehmen zu – auch die Zahl der Betroffenen ist hoch. 16 Prozent der Befragten geben an, dass ihr eigenes Smartphone bereits ohne Zustimmung durchsucht wurde. Weitere acht Prozent vermuten dies zumindest.

Bei den 16- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar noch höher. Dort berichten 22 Prozent von heimlichen Kontrollen, weitere zwölf Prozent haben einen entsprechenden Verdacht.

Die Ergebnisse zeigen damit, wie eng digitale Kommunikation, Vertrauen und Kontrolle heute in vielen Beziehungen miteinander verbunden sind.

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