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Ingwer-Shots: Kloster Kitchen-Hersteller curameo AG meldet Insolvenz an

Kloster Kitchen Ingwer Shots im Kuehlschrank
Foto: Kloster Kitchen / curameo AG

Key takeaways

Die curameo AG, Hersteller der Marke Kloster Kitchen, hat Insolvenz angemeldet. Grund ist ein Finanzierungsstreit unter den Gesellschaftern. Der Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter, während ein Insolvenzverwalter Sanierungsoptionen prüft und die Zukunft des Bio-Getränkeherstellers sichert.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Mit der curameo AG gerät ein weiterer Anbieter aus der Lebensmittelbranche in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Das Unternehmen aus Reichenschwand, bekannt für seine Ingwer-Shots der Marke Kloster Kitchen, hat beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenzantrag gestellt.

Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet

Das zuständige Gericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Patrick Meyerle von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestellt, die über die Insolvenz informiert. Gemeinsam mit seinem Team verschafft er sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

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Finanzierungsstreit als Auslöser

Als Hauptgrund für den Insolvenzantrag nennt das Unternehmen eine fehlende Einigung unter den Gesellschaftern über die weitere Finanzierung. Nach einer Phase starken Wachstums ist für die nächste Entwicklungsstufe frisches Kapital erforderlich, das derzeit nicht gesichert werden konnte.

Dynamisches Wachstum zuletzt fortgesetzt

In den vergangenen Jahren hatte sich curameo als Pionier im Bereich Bio-Ingwer-Shots in der DACH-Region etabliert. Das Portfolio wurde sukzessive erweitert – neben den Shots gehören inzwischen auch Bio-Säfte, Smoothies sowie das Mikronährstoffprodukt „VITAL FLOW“ zum Angebot. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 10 Millionen Euro, was einem Wachstum von mehr als 20 Prozent entspricht. Insgesamt beschäftigt curameo etwa 45 Mitarbeiter.

Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter

Trotz der Insolvenz wird der operative Betrieb zunächst vollständig fortgeführt. Die Produktion läuft weiter, sodass Kunden weiterhin beliefert werden können. Parallel dazu werden verschiedene Sanierungsoptionen geprüft, um eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen.

Mitarbeitergehälter vorerst gesichert

Die Belegschaft wurde bereits über die Situation informiert. Die Gehälter der Mitarbeiter sind für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld abgesichert, was kurzfristig für Stabilität sorgt.

Management sieht weiterhin Marktpotenzial

Unternehmensseitig wird betont, dass die Marke Kloster Kitchen weiterhin über gute Marktchancen verfügt. Trends wie gesundheitsbewusste Ernährung, Prävention und funktionale Lebensmittel bieten aus Sicht des Managements langfristige Wachstumsperspektiven. Nun steht jedoch zunächst die Stabilisierung des Geschäfts sowie die Suche nach Investoren oder alternativen Finanzierungslösungen im Fokus.

Branche unter Druck

Die Insolvenz reiht sich in eine Serie von Herausforderungen in der Lebensmittelbranche ein. Steigende Kosten, intensiver Wettbewerb und hoher Kapitalbedarf setzen insbesondere wachstumsorientierte Unternehmen zunehmend unter Druck. Ob es curameo gelingt, im Rahmen des Insolvenzverfahrens eine nachhaltige Lösung zu finden, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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